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Der Bearstep LiquiMaster ist ein Produkt von Askari.

Okay, im ersten Moment habe ich die Qualität für den Preis von 29,99€ schon angezweifelt. Mittlerweile haben sich die Zweifel gelegt und ich möchte den LiquiMaster im jagdlichen Alltag oder bei den Hunderunden mit Alvin nicht mehr missen.

Auf die Idee sind wir gekommen, da wir viel im Revier aufbrechen und eine Möglichkeit der Säuberung von Wildbret, Arbeitsmaterialien und unseren Händen suchten. Lange überlegten wir, was sich gut eignen würde. Als Idee hatten wir alles von Wasserflaschen bis Kanister. Aber irgendwie waren wir damit nicht zufrieden, denn den Ideen fehlte immer der nötige Wasserdruck.

Also setzte sich Frank hin und suchte im Internet weiter und stieß dabei zufällig auf den LiquiMaster. Für ca. 30€ konnte man ja eigentlich auch nicht viel falsch machen, also kauften wir ihn.

Nachdem das gute Stück bei uns ankam wurde es gleich gefüllt. Am Anfang testeten wir viel an unseren Schuhen, Alvin`s Pfötchen wurden (unfreiwillig -typisch Bracke) vom groben Dreck befreit und die Hände nach der Benutzung von Sohlengold Vorort gewaschen.

Am Wild kam er erst zum Einsatz, als mir mein Schuss auf mein zweites Kitz misslang. Dann musste es schnell gehen. Jeder dem das schon einmal passiert ist, weiß wie wichtig es ist, dass Wildbret vor Verunreinung zu schützen. Also an den Hinterläufen aufgehangen, aufgebrochen und mit dem LiquiMaster alles ausgespült. So musste ich in der Kühlzelle nur noch einmal alles kontrollieren.

Seitdem kann ich ihn mir nicht mehr wegdenken. Nach der Jagd noch zur Tankstelle, geht nun ohne blutverschmierte Hände ;-).

Der LiquiMaster ist in seiner Handhabung sehr einfach. Durch das Pumpen über den großen Griff wird Druck im Behälter aufgebaut. Ist das erledigt, kann es auch schon losgehen. Der 3m lange Schlauch ist einfach perfekt - nicht zu lang, nicht zu kurz. Nur noch den Griff am Brausekopf drücken - Wasser marsch!
Durch verschiedene Einstellungen über eine Drehung am Brausekopf, hat man von einem einzelnen Strahl bis hin zu feinem "Regen" alles dabei. Er wird also jedem individuellen Anspruch gerecht.

Wird der LiquiMaster nicht mehr benutzt, so lässt man an dem kleinen Überdruckventil die Luft ab, wickelt den Schlauch auf und rastet den Griff ein. Mit seiner Größe von 55cm und seinem Fassungsvermögen von 13 Litern, lässt er sich gut transportieren. Zu bemerken sind die beiden Aufsätze, die im Lieferumfang enthalten sind. Falls noch weitere Aufsätze benötigt werden, sollte dies kein Problem sein. Der Anschluss sieht aus wie bei jedem herkömmlichen Gartenschlauch, getestet haben wir andere Düsen jedoch noch nicht. Einfach im naheliegenden Baumarkt die Anschlüsse vergleichen und los gehts.

Fazit: Wer mehr als nur einen Kanister Wasser im Revier benötigt, sondern auch mal mehr Wasserdruck braucht, sollte sich den LiquiMaster auf alle Fälle zulegen!

 

 

Daumen hoch - absolute Kaufempfehlung.

Waidmannsheil Josi

Als ich eines Sonntagsfrüh im Januar eine Revierrunde drehte entdeckte ich, dass die Schwarzkittel nahe eines ca. 2 ha großem Feldgehölzes, auf einer Wiese frischen Schaden angerichtet hatten.

Mir kam die Idee, dass sie sich wahrscheinlich in dem Gehölz eingeschoben haben könnten... Also schnell mal durchdrücken um Gewissheit zu haben.
Mit dem Handy  habe ich die Nummern, der in der Nähe wohnenden Jagdfreude gewählt und naja es war 10uhr Sonntags. Entweder waren diese vom Vorabend noch waidwund im Kessel, Mittag zum Essen eingeladen, beim Sport oder zu wenig motiviert.

Die Suche nach ein paar Treibern hatte das gleiche Ergebnis. Es sagten wenigstens ein älterer, langjähriger Jagdkumpel zu und ein Kumpel der als Treiber fungierte. Unsere Truppe wurde komplettiert von meiner Teckeldame Luna.

Somit traf sich die kleine Jagdgesellschaft in der Nähe des Gehölzes. Für das Gebiet waren 5 Jäger optimal gewesen aber so deckte ich den unteren Teil ab und mein alter Freund den oberen.

Das Treiben begann, Luna gab rasch Laut und und schon sah ich ein paar Stück Rehwild die schützende Deckung verlassen. Wenigstens schonmal Anblick gehabt dachte ich mir noch. Kurz darauf sah ich in einer Lücke das Sauen in Richtung Feldrand flüchteten, allerdings natürlich da wo keiner stand.

Nun galt es schnell zu reagieren. Ich bin dann wie ein Sprinter, allerdings ohne Turnschuhe sondern mit meinen bewährten Gummistiefeln in Richtung des vermeintlichen Auswechselt gestürmt und da sah ich sie aber schon auf ca. 120m übers Feld flüchten, gefolgt von der giftigen Teckeldame.

Zwei riesige „Koffer“ vorweg und fünf stramme Frischlinge hinterher. Die Wahl fiel auf den letzten strammen Frischling. Da Kugelfang vorhanden war schickte ich die 7x64 auf die Reise. Dieser zeichnete deutlich auf den Schuss hin und nach 10m Flucht lag er dann mit gutem Treffer.

Die sechsköpfige Rotte war mittlerweile über eine Kuppe auf und davon. Luna beutelte die Sau - Freude pur über den 34kg Frischlingskeiler. Einfache Rechnung: Zwei Jäger minus einen Treiber mal einen Kampfdackel ergibt eine Sau und ein klasse Erlebnis.

 

Waidmannsheil und Waidmannsdank

Seit diesem Jagdjahr darf ich in einem traumhaften Revier ganz in der Nähe meines Wohnortes jagen und wie das in der Jagd so oft ist, kam mir auch hier der Zufall oder besser gesagt ein auf meinem Arm schlafender Hund auf einer Drückjagd zur Hilfe. Zufällige Bekanntschaften sind doch oft die besten.

Schon seit Beginn bin ich viel in "meinem Wohnzimmer" unterwegs, kirre, repariere kleinere Dinge oder pflege Pirschwege. Gut eingelebt kennt man inzwischen die ein oder andere jagdlich attraktive Ecke, eben jagen mit Wohlfühlfaktor.

Seit dem 1. Mai saß ich nun regelmäßig auf einen Bock an, doch nie passte es so richtig. Viel Anblick von weiblichem Rehwild und im Verlauf auch von Ricken mit Kitz ließ mich zuversichtlich in die Zukunft blicken - für Nachwuchs ist also schon mal gesorgt. Aber trotzdem ließ der passende Bock auf sich warten. Flüchtig oder "auf der falschen Seite der Grenze" stehend war immer etwas, was nicht so wollte wie ich es mir gewünscht hätte.

Auch die Blattzeit begann mit Regenwetter und lief auch für die meisten anderen im Revier eher schleppend. Nachdem ich einen Abend lang mit meiner Tochter jagen war erblickte ich "meinen Bock" auf dem Weg nach Hause zum ersten mal. Er wechselte vor meinem Auto über die Straße und war sofort verschwunden. Als der Wind dann passte beschloss ich, mich nach der Arbeit das erste mal an diese Ecke zu setzen. Ich kannte die Kanzel und auch die Entfernungen, hatte dort jedoch noch nicht gejagt. Nach einer Stunde vernahm ich ihn das erste Mal, er stand rechts von mir im Gebüsch, nicht zu beschießen. Ich freute mich über den Anblick und beschloss es am nächsten Abend wieder zu versuchen.

Am nächsten Abend baumte ich bereits sehr rechtzeitig auf, um keine Unruhe zu machen. Bereits nach einer halben Stunde war "er" wieder da. Dieses Mal trat er vor mir am anderen Ende der Fläche aus, leider auch dort sehr hoher Bewuchs. Eine geschlagene halbe Stunde hatte ich seine Lauscher und das Gehörn im Absehen, die erste Aufregung war bereits verflogen aber er tat mir einfach nicht den Gefallen aus der Deckung heraus zu treten, um ihm einen sauberen Schuss an zu tragen. Eine halbe Stunde, die Waffe im Anschlage, eine halbe Stunde warten auf den einen Moment, eine halbe Stunde hoffen und dann, nichts. Der Bock verschwand und die Enttäuschung war riesig, wieder nix. Am Folgetag wollte ich es erneut versuchen aber meine Arbeit im Rettungsdienst machte mir einen Strich durch die Rechnung, Überstunden sind leider nie planbar. Einer meiner Mitjäger sah den Bock am Abend, aber das es bei uns sehr fair zu geht blieb der Finger grade.

Neuer Tag, neues Glück, aber wieder die Arbeit im Nacken. Bereits vor der Arbeit bereitete ich alles vor, damit abends alles zügig von statten ginge. Der Arbeitstag verlangte mir alles ab, wieder konnte ich nicht pünktlich gehen, aber ich wollte unbedingt raus, jagen, durchatmen, den Tag ruhig ausklingen lassen. Zeitlich recht knapp baumte ich auf und langsam kehrte auch bei mir Ruhe ein. Schon nach kurzer Zeit ging mein Handy, ein Mitjäger hatte am anderen Ende des Reviers Waidmannsheil. Es wurde später - "heute ist der Bock unpünktlich" schoss es mir durch den Kopf und meine Zuversicht schwand. Ein Waschbär leistete mir Gesellschaft, aber ich lies ihn laufen, in der Hoffnung, dass das der Bock sich vielleicht einfach nur verspätete. In zehn Minuten sollte es dunkel werden, als ich rechts ein rascheln vernahm. Um keine Zeit zu verlieren nahm ich gleich die Waffe hoch, ein kurzer Blick reichte um meinen Bock wieder zu erkenne. Wenige Sekunden später stand er breit und die Sorge, er könnte gleich wieder ins Gestrüpp ziehen lies mich nicht mehr zögern. Der Schuss brach und ich war mir sicher gut abgekommen zu sein.

Gemeinsam mit meinem Pächter barg ich den Bock und verbrach ihn, glücklich, dankbar und äußerst zufrieden über den sauberen Kammertreffer und den Bock, den ich mir so mühsam ersessen habe.

Dieser Bock wird mir wohl ein Leben lang in Erinnerung bleiben, war er doch tagelang schlauer als ich.

Waidmannsheil

Miriam

Insta: miri_geht_jagen

Es war August und die Sonne strahlte endlich wieder nach einer Woche Dauerregen.

Ich wollte mein Glück auf den Schwedenbock (Geschichte folgt) versuchen, einen braven 6er den ich schon über 2 Jahre kannte. Er hatte dieses Jahr ein ungewöhnlich starkes Gehörn und da ich noch einen Bock frei hatte, sollte es dieser werden. Er hatte seinen Einstand in einer 3 Hektar großen Waldinsel. Diese umgab heuer auf der einen Seite ein halb geerntetes Rapsfeld.Auf der anderen Seite Mais und angrenzend ein Weizenstoppelfeld. An dieser Ecke wollte ich sitzen.

Ich stiefelte gerade vom Auto zum Sitz und freute mich auf entspannte Stunden als ich eine Bewegung am Waldrand direkt neben der Leiter wahrnahm. Ich war recht unvorsichtig angelaufen, da ich um diese Zeit noch nicht mit Wild gerechnet hatte und das rächte sich jetzt.

Dort stand der gesuchte Bock mit einem Schmalreh und äugte mir auf nur 20 Schritt entgegen. Wir waren beide über die Anwesenheit des anderen ziemlich erstaunt und so musterten wir uns beide einen Augenblick, eh sich der Bock, in hohen Fluchten entfernte. So ein Mist!!

Was sollte ich tun? Auf den Sitz rauf?

Er würde ja wohl kaum heute dort nochmal auftauchen. Nein, ich fasste den Entschluss ihm nachzugehen und pirschte in die Richtung in der der Gesuchte entschwunden war. Alle Sinne angespannt und so ging es durch den Bestand. Da die Insel je nicht besonders groß war gelangte ich schnell an den Rapsrand. Dort stand eine alte völlig vermooste Bockleiter. Diese war mir vorher noch nie aufgefallen. Mir kam der Gedanke, dass ich von dort oben über das stehende Feld schauen und so vielleicht den Bock ausmachen könnte. Also mal kurz gerüttelt, sie schien stabil zu sein.

Arschbacken zam und rauf auf das prähistorische Teil. Bei jeder Sprosse ächzte die Leiter besorgniserregend. Als ich gerade oben angekommen war kam es so, wie es kommen musste. Die oberste Sprosse gab nach. Ich klammerte mich an der Brüstung fest und versuchte verzweifelt die nächste Sprosse zu erreichen als dies gelang krachte auch diese entzwei und ich umklammerte nun nur noch einen Leiterholm und strampelte Halt suchend in knapp 4 Metern herum. Das war dann zu viel für den Sitz. Nun kippte das Ganze samt mir zur Seite weg. Glücklicherweise waren, dort wohin die Leiter fiel, etliche Büsche gewachsen und diese nahmen mich und die Leiter in Empfang. So war ich nun zwar komplett grün vom Moos und hatte auch ein paar Kratzer durch die Äste aber sonst war ich unverletzt. Die Waffe hatte auch nichts weiter abbekommen, da ich diese wie einen Säugling beim Sturz fest an mich gedrückt hielt. Also nochmal mächtig Glück gehabt!

Als ich dann die verstreuten Sachen aufsammelte hätte ich schwören können den Bock zurecht lachen gehört zu haben. Den Bock hatte ich nach dem ganzen Krach abgeschrieben, aber es war einfach so schön draußen. Also beschloss ich, mich auf die ursprünglich geplante Leiter zu setzen,um einfach den Abend zu genießen und mich zu freuen, dass ich mir nicht das Genick gebrochen habe. Als ich dann endlich saß, konnte ich ein paar Hasen auf der Stoppel beobachten und der Puls war wieder im Normalbereich. Aber nicht lange.

Denn auf 250m wechselten 3 Überläufer aus dem Mais auf die Stoppel. Mensch das gibt’s doch nicht! Das Licht war noch klasse und die Größe passte auch bei den Sauen. Das Einzige was schlecht war, war die Entfernung. Was tun?

Die Chance wollte ich nicht ungenutzt lassen also runter vom Sitz und angepirscht. Ich schlich langsam in der 5ten Maisreihe und vergewisserte mich immer das die Sauen auch noch da waren, indem ich immer mal aus dem Mais zu ihnen spähte.

Als ich gut 80m an Ihnen dran war, zogen diese doch tatsächlich wieder in den Mais hinein. Das darf doch nicht wahr sein!! Ich versuchte ihnen den Weg abzuschneiden und drang nun selber tiefer in den Mais ein. Auf einmal konnte ich sie hören. Sie müssen unmittelbar in meiner Nähe sein. Ich war voll angespannt und versuchte im hocken irgendwas zu erkennen, aber da war nur eine grüne Wand.

Nun hörte ich wie die Sauen versuchten mich zu umschlagen, um Wind zu holen. Jetzt müssten sie bald auf meine Reihe wechseln. Was für ein Krimi. Ich ging in die Hocke und zielte in die Richtung wo die Sauen auftauchen sollten. Ich war im Anschlag und bereit. Ein Haupt eines Überläuferkeilers erschien zwischen den Blättern und Stängeln und schob sich 10m vor mir zwischen die Reihen. Er verhoffte kurz und ich krümmte den Finger durch, er konnte wohl den Knall nicht mehr hören, als er wie vom Blitz getroffen zusammen brach. Sein 2 Mitstreiter entfernten sich zügig. Als ich dann vor dem 50kg Burschen stand, ließ ich die letzte Stunde nochmal Revue passieren.
Ich hatte an diesen Abend einfach richtig Schwein gehabt.

Waidmannsheil und Waidmannsdank

J.

Seit Montag jagen wir im neuen Revier beim Thüringer Forst.
Eine schöne Ecke in der wir 10 Sitze für uns haben. Hier sind wir ungestört und können so viel jagen wie wir wollen.

Nun zog es uns jeden Tag und jeden Abend raus ins Revier. Am Montag hatte ich so viel Anblick, bin aber nicht zum Schuss gekommen. Zwischen den Bäumen konnte ich ein Schmalreh entdecken, dann zog über die Wiese ein Jungfuchs und später dann, hörte ich in der Dickung neben mir die Sauen rennen, quieken und schnauben. Leider aber zeigte sich keine von ihnen.

So ging es täglich weiter und am Donnerstag ärgerte ich mich einmal mehr über mich. Dort wo ich sitze ist ein wortwörtlich Nest an Bremsen. Das ist unglaublich. Jedenfalls lief ich meinen Sitz an und musste dann nach links in einen Weg einbiegen. Da wir 5 Minuten vorher mit dem Auto dort vorbei gefahren sind und ich kein Wild sah dachte ich mir nichts bei und hatte damit zutun, mir diese elenden Bremsen vom Leib zu halten. Gefährlich wurde es nur, als sie mir direkt ins Auge flog, naja und unter meiner Cappi gefangen wedelte, ich wie verrückt, um dieses Tier loszuwerden. Ich lief nebenbei weiter und wollte gerade in den Weg einbiegen, da machte ich einen Bock hoch. Ich hatte den mit meinem Gewedel nun also vergrämt.

Mist dachte ich mir, dass fängt ja schonmal gut an. Ich baumte dann leise auf und hörte ihn in dem Dickicht nebenan laufen. Meine Hoffnung war noch nicht verflogen, vielleicht kommt er ja noch einmal wieder. Ich ließ mir etwas länger Zeit als sonst und fing dann nach ca. 40 Minuten die erste Serie an zu blatten. Hm, nichts reagierte. Ich wartete 5 Minuten und versuchte mein Glück noch einmal, aber auch hier blieb es ruhig. Ich beließ es dabei und lehnte mich zurück. Ich machte die Augen zu und genoss die Ruhe und das zwitschern der Vögel.

Später am Abend erfreute mich dafür der Anblick einer Ricke mit ihren beiden Kitzen. Es war so schön den beiden beim erkunden zusehen zu können. Das Video davon werde ich euch mit hochladen. Nicht die beste Qualität, aber man kann alles erkennen. Muss wohl doch mal eine neue Kamera her ;-)!

Als es dann dunkel wurde und wir nichts mehr sehen konnten, baumten wir ab und erzählten uns auf der Heimfahrt unsere Anblicke. Wie immer haben wir viel gesehen, aber keiner von uns beiden hat Beute gemacht. Aber gar nicht schlimm, manchmal reichen solche Anblicke aus.

Am Freitagmorgen um 4 Uhr klingelte der Wecker. Naja unbeeindruckt davon drehten wir beide uns wieder um und schliefen dann doch wieder ein. Die innere Uhr weckte mich dann doch halb 7 und ich ärgerte mich, dass wir nicht aufgestanden sind. Naja gehen wir halt am Abend raus und so taten wir es auch.

Frank holte mich 18 Uhr nach meinem Dienst ab und dann fuhren wir auch schon ins Revier. Im Auto noch fix die Schuhe gewechselt und die Hose und Jackentaschen mit allem ausgerüstet.
Wieder baumte ich an meiner Lieblingsecke auf, an der ich nun jeden Tag Anblick hatte.

Ohne Stress ließ ich mich auf meinem Sitz nieder, stellte und legte alles zurecht und wartete. Diesmal habe ich mich entschieden erst später zu blatten. Es muss so gegen 19.00 gewesen sein und ich versuchte eine Serie mit dem Blatter. Erst ganz zaghaft, dann wieder eine Pause und dann nochmals eine Serie mit dem Fiep. 10 Minuten später versuchte ich mich mal am Sprengruf, mehr als nichts kommen kann ja nicht! Siehe da, der Bock kam. Er zog an der rechten Seite aus dem Dickicht heraus, in meine Richtung. Nie stand er breit und er zog immer weiter hinter den Sitz. Ich überlegte im Kopf schon wie und wo ich auflegen sollte.

Er wollte auf der anderen Seite in den Wald hinein ziehen, ich ging mit der Waffe mit, er verhoffte auf meinen Pfiff nur einen Moment und ich ließ die Kugel fliegen. Aber was war das?? Ich repetierte unbewusst durch und schaute weiter durch mein Zielfernrohr.
Die Reaktion des Bockes war ein weglaufen. Ich sah den Bock nur durch das Dickicht rennen und dann war er aus meinem Blickfeld auch schon verschwunden. Shit!!!!

Nicht getroffen? Schlecht getroffen? Was hast du gemacht? Was ist denn nun passiert?

Mein Puls raste und ich konnte in dem Moment keinen klaren Gedanken fassen. Ich nahm mein Handy und wollte Frank schreiben. Meine Hände und Beine zitterten so doll. Es waren gerade 5 Minuten rum, aber es hielt mich nicht mehr oben. Dieser Gedanke nicht zu wissen was los ist, machte mich wahnsinnig. Ich ging also zum Anschuss. Schweiß!!! Ok, du hast getroffen. Ich verfolgte die Spur ein Stück ins Unterholz und sah das ich da nicht so einfach durchkomme. Ich überlegte mir, auf dem Weg zu schauen. Vielleicht ist er ja auf die andere Seite gewechselt. Ich lief langsam um die Ecke herum und trat auf den Weg. Am Weg entlang führt ein kleiner, bewachsener Graben. Ich blieb stehen, denn ich sah ihn liegen. Ich nahm meine Waffe hoch und schaute durch mein Zielfernrohr nach der Atmung und Bewegung des Tieres. Nichts!!!!

Langsam und mit zittrigen Beinen trat ich an ihn heran und sackte neben ihm zusammen. Ich konnte nichts dagegen tun, mir schossen die Tränen in die Augen und ich wusste nicht warum! Ich nahm den Bock und brachte ihn an meinen Sitz. Was war denn nur los mit mir? Die Tränen kullerten und ich konnte einfach nicht aufhören.

Das letzte Mal war die Reaktion so heftig, als ich meinen 1. Bock geschossen habe. Irgendwie fühlte es sich nach der langen Jagdpause auch wieder so an. Nur so konnte ich mir selbst diese heftigen Emotionen erklären. Ich versuchte Frank zu erreichen, kein Empfang. Mist! Wieder hoch auf den Sitz und dort gewartet. Ewig hat das Netz gesucht und dann rief er an. Er fragte was los war. Ich erklärte immer noch unter Tränen die Situation und er machte sich auf den Weg zu mir.

Ich stieg wieder vom Sitz ab und gab dem Bock den letzten Bissen. Ich setzte mich neben ihn, legte meine Hand auf seine Brust und wartete. Es wurde still um mich herum. In dem Moment hatte ich das Gefühl keinen Vogel zwitschern zu hören, keine Fliege summte, der Wind bewegte auch kein Blatt mehr. Ich schaute mir meinen Schuss nochmal genauer an und war unzufrieden mit mir selbst. Der Einschuss war auf der rechten Seite an der drittletzten Rippe reingegangen und leider auf der linken Seite am Vorderlauf raus.

Mist!!! Darüber ärgerte ich mich in dem Moment so sehr. Ich ging die Situation vor dem Schuss noch ein Mal durch. Stand er doch nicht breit genug? Eine kurze Bewegung vom Bock? Je öfter ich darüber nachdachte, umso unsicherer wurde ich mir zum Schluss.

Frank kam, wünschte mir Waidmannsheil und ich erklärte was los war. Er versuchte mich zu beruhigen, auch das der Schuss nicht schlecht war. Der Bock lag sofort, dass Herz war getroffen, also alles ok. Das ich mich ärgerte sei ok - wäre schlimm wenn es nicht so wäre. Wir brachen bei der Hitze den Bock gleich im Revier auf, nutzten dafür die Leiter des Hochsitzes. Gleich durfte ich mir mal das Ringeln aus nächster Nähe ansehen. Selbst habe ich das noch nie gemacht.

Den Bock haben wir dann ins Auto geladen und sind ins Forstamt gefahren um zu säubern und zu wiegen. Schnellstmöglich sollte er in die Kühlung kommen, denn draußen war es drückendes Wetter. Angekommen haben wir abgeschärft was nötig war, den Dreck abgespült und den Bock gewogen. Knapp 17 kg aufgebrochen hatte der Gute. Wir schätzen ihn auf 3-4 Jahre, genaueres werden wir sehen, wenn wir ihn abkochen. Alle Formalien ausgefüllt und dann den Zerwirkraum gesäubert - jetzt schnell nochmal raus und wieder hingesetzt. Wir hofften auf die Rotte Sauen, die den einen Abend ja schon vor 22 Uhr unterwegs war. Mehr als eine Ricke mit Kitzen, die Frank beobachten konnte, kam dann aber nicht mehr.

So baumte ich dann gegen 22.15 ab und lief zum Auto. Wir fuhren nach Hause und ich erzählte immer nochmal vom Bock und reflektierte nochmal meinen Schuss. Im Hinterkopf hatte ich aber, dass er nicht leiden musste und sofort verendet ist, dennoch werde ich beim nächsten Schuss nochmal genauer aufpassen.

Ein Bock der mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Waidmannsheil und Waidmannsdank

Josi

p.s. Danke Jonas für die Titelidee 😉

Wie auch im letzten Jahr standen wieder die Waldtage mit dem Thüringer Forst auf dem Plan. Anfang des Jahres gab es ein Treffen dazu, um den genauen Ablauf zu besprechen.

 

So fieberte ich also eine geraume Zeit auf die beiden Tage hin und nun war es endlich wieder soweit. Diesmal war ich nur nicht alleine an meinem Stand, sondern hatte Bracke Alvin dabei, der ab und an für eine unterhaltsame Show sorgte ;-).

 

 

 

Meine Station sorgte für den sportlichen Ausgleich, neben den ganzen Quizstationen. Bei mir sollten die großen und kleinen Kinder über eine Slackline balancieren. Wenn sie hier erfolgreich waren, so konnten sie sich im Anschluss noch Zusatzpunkte ergattern. Hier galt es drei Fragen richtig zu beantworten! Die Erzieher und Lehrer konnten für ihre Gruppen jeweils einen Zusatzpunkt gewinnen, indem sie auch über die Slackline liefen. Es war schön zu sehen, wie die Kids die Erwachsenen anfeuerten.

 

Im Vergleich zu meinem Job im Jugendhilfezentrum, war es mal eine angenehme Abwechslung mit den kleinen Kindern einen Ausflug in den Wald zu machen ;-)!

 

Erschreckend fand ich persönlich nur, dass fast alle Kinder nicht wussten, wie man sich im Umgang mit fremden Hunden verhält. Gott sei Dank ist Alvin da recht ruhig und entspannt geblieben. Wäre das ein Hund gewesen, der das mit der Knuddelei nicht so lustig gefunden hätte, so hätte manches Kind eine Hand verloren. Manchmal konnte man gar nicht so schnell reagieren und schauen, wie die Kids an dem Hund rumfummelten.

Dieses:" Oh ein süßer, kleiner Hund - den muss ich streicheln!" Leute ich rede hier von Kids im Alter ab 10 Jahren. Sorry, da sollte man schon wissen, wie man sich gegenüber fremden Hunden verhält. Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, ich war auch unerschrocken und wollte jedem Hund um den Hals fallen, jedoch habe ich zuvor gefragt. Viele der Kinder kamen an die Station, sahen Alvin, rannten auf ihn zu und fingen an ihn zu streicheln. Meist interpretierte Alvin das als Spiel, sodass er mit Bellen anfing und die Kinder einen Satz zurück machten. Also fing ich an ihnen zu erklären wie man sich richtig verhält.

Ich habe am Anfang nur damit zutun gehabt, den Kindern den Umgang zu erklären. Daraus entstand meine Idee, dass als extra Punkt anzubieten. Vielleicht nutzt man die Möglichkeit mit den Hunden in Schulen und Kitas zu gehen und zu zeigen wie es richtig gemacht wird. Es gibt ja doch Kinder die keinen Kontakt zu Hunden haben und ich finde es absolut wichtig, dass sie das Lernen! Oft genug beobachtete ich Situationen, in der wildfremde Kinder auf Hunde zu rennen um diese zu streicheln. Mir selbst ist das mit meinen beiden Terriern oft so gegangen. Gerade die Größe der Hunde, nimmt den Kindern die Vorsicht und den Respekt.

Aber nun nicht gleich aufschreien und sagen das ist nicht so. Das sind ganz alleine meine Erfahrungen!! Es gibt auch genug Erwachsene die sowas machen 😉 und es gibt auch super Kinder, die sich richtig verhalten.

 

 

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wir hatten mega gutes Wetter, es war sonnig, aber nicht zu heiß. Die Kids waren alle motiviert und gut drauf und hatten an allen Stationen eine Menge Spaß. Wie jedes Jahr waren diese Tage einfach sehr gelungen. Zum Abschluss dann das gemeinsame Braten und Toben auf dem Spielplatz, strahlende Kinderaugen und das Lachen der Kids, ist Belohnung und Bestätigung genug alles richtig gemacht zu haben.

 

 

Ich freue mich auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei sein zu dürfen. Zum Abschluss der zwei Tage habe ich einen schönen Pokal bekommen. Der ziert nun den Schreibtisch. Wie ich finde eine mega coole Erinnerung an zwei tolle und aufregende Tage.

 

Fazit: Die Zusammenarbeit mit dem Thüringer Forst ist absolut klasse. Alle Leute sind offen für Neues und haben Spaß an der Sache. Das ist eh das Wichtigste!! Anders bekommt man die kleinen und großen Zwerge gar nicht motiviert. Man wird als Außenstehende in ein Team aufgenommen, als würde man täglich mit Ihnen zusammen arbeiten. Für mich eine der besten ehrenamtlichen Tätigkeiten, die ich machen konnte.

Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf das nächste Jahr.

 

Waidmannsheil Josi

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Nur noch wenige Stunden im alten Jahr verbleiben und ich schaue auf ein turbulentes Jahr, mit vielen Höhen und Tiefen zurück.

Viele traurige Ereignisse haben sich Anfang des Jahres überschlagen, angefangen von meinem Bandscheibenvorfall, danach der Tod meines Vaters und dann die Trennung, verbunden mit einem unfreiwilligen Umzug. Ja wie höre ich da Mutti wieder sagen: "Das Leben schenkt dir einfach nichts, bleib einfach ganz bei dir selbst, da klappt das dann schon!"

Neben dem ganzen Schlechten, habe ich auch viel Gutes erfahren dürfen, dass musste mir meine beste Freundin aber auch erstmal vor Augen halten ;-). Danke dafür Diana!!

Neben einem sehr guten Abschluss meiner Erzieherausbildung, habe ich dort zugleich drei tolle Freundinnen gefunden, eine davon entpuppte sich als Beste Freundin. Ich habe einen hammergeilen Job gefunden, der von Zuhause nur mal 3km weg ist - perfekt also. Zudem konnte ich in mein altes Hobby der Reiterei wieder aktiv einsteigen. Alte und neue Freundschaften wurden zum Leben erweckt und vertieft. Also rundum richtig glücklich.

WOW: meinen Blog gibt es nun auch schon drei Jahre!!! Wahnsinn!!!

Bedanken möchte ich mich auf diesem Weg natürlich bei meinem Fotografen Max Bergner für die gelungenen Bilder - ich hoffe im nächsten Jahr wieder auf dich zählen zu können!

Ein Dank geht auch an: Kevin von welovewood, für die tollen Sachen und das Vertrauen, an den PIRSCHERShop für die Zusammenarbeit und Unterstützung während der Drückjagd und an werjagtwas.de für die kleine textliche Zusammenarbeit zum Jahresende.

 

Meine Vorsätze für das Jahr 2017: meine neue Waffe muss nun endlich mal einziehen - ich kann mich einfach nicht entscheiden *ahhhh*, dann will ich mich beruflich gerne noch weiterbilden - dahingehend habe ich genaue Vorstellungen. In der Reiterei möchte ich genauer und feiner mit meinen Hilfen arbeiten können und vielleicht findet sich ja dieses Jahr das eigene Pferd. Jagdlich möchte ich gerne jeden freien Tag nutzen, um ins Revier zu gehen und meine Technik bezüglich meiner Fotografie noch verbessern. Da steht wohl auch noch ein Kurs an. Ein Besuch in Dortmund auf der Messe steht bevor, Freunde möchte ich besuchen fahren und viele nette Menschen kennen lernen.

Auch im nächsten Jahr möchte ich wieder aktiv den Waldjugendtag mit dem Forst begleiten, eigene kleine Projekte auf die Beine stellen und somit einen Teil zur Öffentlichkeitsarbeit beitragen. Für das Frühjahr und den Herbst haben wir schon Ideen - ich hoffe sie werden ein voller Erfolg.

Natürlich wünsche ich mir, dass es meinen Hunden auch im nächsten Jahr gut geht. Ljubomir wird schon sechs Jahre alt und Audax schon zwei Jahre alt. Man wie die Zeit rast, unglaublich.

Also wenn ich das so sehe, habe ich nächstes Jahr einiges vor und darauf freue ich mich unheimlich doll.

Ich danke jedem Einzelnen, der für mich da war, der mich zum Lachen gebrach hat, der mit mir gestritten und sich wieder vertragen hat, der mich glücklich gemacht hat - der mich einfach so mag wie ich bin.

Für euch alle einen guten Rutsch in das neue Jahr, viel Glück und Gesundheit und dass eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.

 

Waidmannsheil

 

 

 

 

 

Eure Josi

Link

 

Veränderungen im Revier entstehen durch bewusstes Tun des Jägers oder durch land- oder forstwirtschaftliche Arbeit, durch Straßenbau oder durch die Natur selbst. Der Wille des Jagdherrn und vor allem die Ziele die er hat, haben einen erheblichen Einfluss auf das Revier. In der Regel wird am Anfang der Jagdpachtperiode sehr viel Geld und Zeit für Revierarbeiten investiert. In Eigenjagdrevieren ist oft eine erhöhte Entwicklung zu erkennen, wenn der alte Eigentümer an den neuen Eigentümer übergibt oder deren Kinder groß genug sind und sich selber in die Jagd einbringen können, so sie es denn dürfen. In vielen Eigenjagdrevieren ist aufgrund von mangelnder Passion sehr wenig in Bezug auf die Hege passiert. 

Ein Beispiel aus einem Feldrevier in Schleswig-Holstein, in dem der Eigentümer die Jagd selber betreibt, aber im Grunde keine Zeit und auch keine zu große Lust hat, sich richtig um die Bewirtschaftung zu kümmern:

Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit 230 ha arrondierter Fläche. Etwas kopierter Landschaft, wo einzelne Feldgehölze und auch Teiche zu finden sind. Hauptsächlich Felder, die landwirtschaftlich intensiv bewirtschaftet werden. Die Hauptwildart beim Schalenwild ist Rehwild, als Wechselwild ist Schwarzwild und Damwild vorhanden. Das Niederwild wird vertreten durch das Raubwild, Hasen, Enten und zunehmend Gänse. In der Vergangenheit wurde das Revier durch den Vater des Besitzers bewirtschaftet der, ab und zu seinen Rehbock erlegte und auch für die Verwandtschaft wurde mal ein Bock freigegeben. Jagd durfte kein Geld kosten und auch keine zusätzliche Arbeit machen. Der Sohn ist im Grunde jagdlich von denselben Voraussetzungen, nur dass er es mit neuen Herausforderungen zu tun hat. Nämlich mit der Tatsache, dass er seit zwei Jahren mit Wildschäden zu kämpfen hat. Durch die steigenden Schwarzwildbestände und auch durch die Gänse ist die Jagd für ihn zu einem richtigen Thema geworden.

In dem Revier waren keine jagdlichen Einrichtungen vorhanden und es gibt auch keine Begehungsscheininhaber. Jegliche jagdliche Struktur ist nicht vorhanden. Wie kann so ein Revier sinnvoll aufgebaut werden? Als erstes war es wichtig die Ziele zu definieren. Dafür bedurfte es einen Stift und einen Zettel, um aufzuschreiben, was der Jagdherr denn überhaupt möchte.
Hier war es recht einfach, denn er wollte die Jagd nicht verpachten und sein Hauptziel war die Verringerung des Wildschadens. Also ging es um Sauen und Gänse. Anhand von Karten und einer Revierfahrt im Herbst wurde sehr schnell deutlich, das es sich um ein Dornröschenrevier handelt.
Das Schwarzwild war sicher nicht mehr als Wechselwild einzustufen. Die Feldgehölze sind voll mit Brombeeren und oben drüber steht ein Eichen-/ Buchen-Mischwald. Das gesamte Revier mit Hochsitzen zu bestücken nützt nichts, wenn hinterher kein Jäger diese Sitze besetzt. Also mussten Jäger gefunden werden, die bereit waren Abend- und Morgenansitze und auch bei den Mondphasen die Nachtansitze durchzuführen. Des Weiteren sollten die Jäger die Gänsebejagung durchführen. Zu den weiteren Aufgaben zählten die Wildbret-Vermarktung und der Abschuss vom Reh und Damwild. Für das Revier sollten zwei Jäger gefunden werden, die aus der näheren Umgebung sind.

Es wurden Hochsitze und Leitern aufgestellt, die nach Bedarf auch mit dem Frontlader umgestellt werden können. Fertigbausätze waren schnell über die Website https://www.werjagtwas.de/de/revierarbeiten im Internet bestellt und die Anlieferung per Lkw klappte einwandfrei. Weiter wurde eine Kühlung angeschafft und zwei Wildkameras. Durch diese gemeinsame Aufbauaktion lernten die neuen Jäger das Revier schnell kennen. Es wurde eine Hochsitzkarte erstellt und eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet. Auch eine Kirrung in einem Schilfgürtel wurde eingerichtet.
Die Motivation des Landwirtes so viel Geld auszugeben, lag in der begründeten Notwendigkeit die eigenen Ziele zu erreichen. So hat es auch nicht lange gedauert, bis die ersten Stücke zur Wildkammer gefahren wurden. Der Wildschaden wurde durch die Bestellung der Jäger nicht komplett eingestellt, aber er wurde über die Jahre deutlich verringert. Auch die Jagd wurde ebenfalls weiterentwickelt. Die Enten an den Teichen wurden ab und zu bejagt und auch dem Raubwild wurde nachgestellt. Durch die Präsenz der Jäger im Revier wurde auch das Rehwild interessant, da die alten Böcke plötzlich bekannt waren. Auch eine spontane kleine Gesellschaft nach einer Neuen wurde mit Erfolg eingeladen. Die Jäger bitten den Landwirt die eine oder andere Ecke für das Wild stehen zu lassen und dort einen Wildacker anzulegen. Verlandete Teiche wurden ausgebaggert und einige Weidenstecklinge dort gesteckt.

Der Sohn des Bauern ist 9 Jahre alt und sein schönstes Erlebnis ist es mit den Jägern rauszugehen. So kommt es, dass der Vater und der Sohn schon das eine oder andere Mal alleine im eigenen Revier auf einem Hochsitz gesichtet wurden. Jagd ist nicht nur als nüchterne Arbeit zu verstehen, sondern auch als gesellschaftliches Bindeglied. Ein gemeinsames Projekt, wo jeder weiß, wie es besser geht und auch wie es noch richtiger gemacht werden kann.

 

Vielen Dank an die Autoren von WerJagtWas.de, die mir diesen tollen Artikel zur Verfügung gestellt haben. Einen besonderen Dank an Herr von Papen und Herr Schröder für die schnelle Erstellung dieses Gastbeitrages.

Mit einem Klick, geht es hier zur Seite: https://www.werjagtwas.de/de

 

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und wie immer viel Waidmannsheil

 

Eure Josi

Der Winter kommt nun mit großen Schritten, dennoch sind die Drückjagden noch im vollen Gange. Mein großes Glück war, dass ich diese Saison ein Drückjagdset von Pinewood testen konnte.

Pinewood hat im Segment Jagdbekleidung für Damen in den letzten Jahren stark aufgerüstet.

Hose sowie Jacke sind Wind-, Wasser- und Atmungsaktiv und daher für eine Herbst- oder Winterjagd super geeignet. Hier geht`s zum Bericht:

Die Pinewood Wolf Damen Jagdhose:

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Ich habe sie mir in der Größe 38 liefern lassen und muss sagen, sie passt sehr gut. Hier kann man locker die ein oder andere Thermounterhose drunter ziehen und hat immer noch genügend Bewegungsfreiheit. Mittlerweile habe ich noch einen breiten Gürtel reingezogen, fühlt sich für mich irgendwie doch angenehmer an. Am hinteren, unteren Rücken ist sie etwas höher geschnitten, perfekt um die Nieren vor Kälte zu schützen. An dieser kleinen Höhe befinden sich zwei kleine Knöpfe. Diese sind dafür gedacht, um Hose mit der Jacke zu verbinden. Der verstellbare Hosensaum ist durch einen Druckknopf und Klippverschluss schnell an die individuelle Beinbreite anpassbar. An der Hose befinden sich zwei Gesäßtaschen, zwei Beintaschen und zwei Hosentaschen. Gesäß- und Beintaschen sind durch einen Reißverschluss zu öffnen und schließen.

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Am hinteren Oberschenkel befinden sich beidseitig zwei Belüftungsschlitze, die für eine gute Atmungsaktivität sorgen. Innen ist die Hose mit Netzstoff ausgekleidet, der grüne Oberstoff ist etwas derber und bietet somit Schutz vor kleineren Dornbüschen. Das Realtree, sowie das Orange-Realtree ist in einem weicheren Stoff angefertigt und fühlt sich sehr angenehm an. Nicht nur für die Drückjagden eine tolle Hose fürs Revier, sondern wie ich finde auch für die normalen Ansitze. Ich nutze sie mittlerweile hauptsächlich noch dafür. Absolut geräuscharm und sehr bequem!

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Die Pinewood Red Deer Jacke:

dsc01651Der Oberstoff ist wie bei der Hose weich und angenehm anzufassen, innen wurde wieder Netzstoff verwendet. Die Jacke hat vorne zwei normale Jackentaschen und hinten eine große Hasentasche. Im Schulterbereich befinden sich beidseitig zwei Taschen, gut geeignet für die GPS-Handgeräte. Auf der linken Innenseite befindet sich eine Handytasche, auf der rechten Innenseite eine etwas größere Tasche. Die Jacke ist etwas länger geschnitten, somit ist auch von oben der Nierenschutz gewährleistet. Schön finde ich die Kombi aus Realtree und dem Drückjagdorange-Realtree. Die Kapuze ist durch Druckknöpfe leicht abnehmbar und genauso schnell wieder zu befestigen. Durch Klettverschluss an den Handgelenken kann die Breite ganz leicht eingestellt werden.

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An den Flanken sind beidseitig große Luftschlitze, diese garantieren eine gute Atmungsaktivität. Für den herbstlichen Übergang ist die Jacke super geeignet. Bei sehr kalten Temperaturen wär eine Fleeceunterjacke empfehlenswert und dann hält man es locker 3-4 Stunden bei ca. 3 Grad aus. Ich trage die Jacke, genauso wie die Hose super gerne auch auf Ansitzen. Noch einen dicken Schal drum und eine Mütze auf den Kopf und es ist perfekt.

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Verbesserungsvorschläge: 

Das einzige was ich an dem Modell verbessern würde, wären obere Brusttaschen um dort noch eine Möglichkeit zu haben, die Hände wärmen zu können.

 

Zu beachten:

Nach dem Waschen sollte das Set wieder imprägniert werden, um den optimalen Regenschutz zu bekommen. Also die Imprägnierung nicht vergessen!!!

 

Fazit:

Das Set von Pinewood ist, wie ich finde sehr gelungen. Die Farbkombi trifft auf alle Fälle meinen Geschmack und das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach unschlagbar. Die Jacke habe ich im Pirschershop für 219,00€ und die Hose für 159,00€ gefunden. Also ein unschlagbares Angebot für funktionielle Jagdbekleidung!!!

 

Also schaut doch mal im www.pirschershop.de vorbei, vielleicht findet ihr ja noch ein Weihnachtsgeschenk.

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Waidmannsheil

Eure Josi

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