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WOW..... was für ein Erlebnis.

Es hat gedauert alle Eindrücke zu verarbeiten. Ich glaube, so richtig fertig bin ich damit noch nicht.

Zu allererst ein großes Dankeschön an Outfluence, die mir diese kleine Reise ermöglicht haben. Es war toll euch alle endlich einmal persönlich kennengelernt zu haben.

Aber zurück zum Reisetagebuch: Freitagmorgen sind Frank und ich in Richtung Dortmund gestartet. Nach einer vierstündigen Autofahrt sind wir beide etwas erschöpft im Parkhaus gelandet. Ohne große Verschnaufpause ging es sofort mit schnellem Schritt zur Messehalle und direkt zum Stand von Outfluence.

Es gab eine herzliche Begrüßung von Lars und Lisa, wir haben uns sofort Willkommen gefühlt. Nachdem wir kurz erzählten, stürzten wir uns ins Messegetümmel. Für mich war es das erste Mal auf der Messe in Dortmund. Ich war überwältigt von den ganzen Messestände und der Lautstärke und am Abend wirklich froh über mein wohlverdientes Bett. Am Freitag wollten wir uns erstmal alles ansehen und die Möglichkeit nutzen, neue Kontakte schließen zu können. Besonders lustig und interessant war es Stand der RUAG.

Nachdem wir beim Luftgewehrschießen unser Können unter Beweis gestellt haben, gab es im Anschluss durch Herrn Waltermann eine kleine geschichtliche Zeitreise der Firma RUAG und Rößler. Vielen Dank für ihre Zeit und ihre Geduld.

Wäre ich nicht so aufgeregt und gespannt gewesen, hätte man mich bei dem ganzen leckeren Essen wohl von der Messe rollen können. Die Wildburger waren echt super lecker. Nach dem super interessanten Nachmittag auf der Messe ging es ins nahegelegene Hotel. Dort machten wir uns frisch und gingen ins Steakrestaurant "Rodizio". Leute, eine absolute Empfehlung meinerseits. Das Fleisch war auf den Punkt gebraten, die Portionen absolut ausreichend und die Bedienung super nett. Aber: es ist schon alles wochenlang reserviert. Deshalb gab es für uns "nur" den Platz an der Bar. Das tat der Stimmung und dem Ambiente jedoch keinen Abbruch.

Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen haben, sind wir ins Hotel gerollt und ins Bett gegangen. Endlich schlafen oder doch nicht! Ich habe meinen Vortrag noch einmal überarbeitet und dann fand auch ich endlich meinen wohlverdienten Schlaf.

Samstag:

Wir starteten mit einer heißen Dusche und einem ausgiebigen Frühstück in den nächsten Tag. Dann ging es auch schon zur Messe. Gleich zu Beginn besuchten wir wieder Lisa und Lars am Outfluence-Stand und dann gönnten wir uns ein paar Stunden Shopping auf der Messe. Ich selbst suchte ein paar neue Klamotten für die Jagd und bin dann nach einer ausgiebigen Beratung bei Waidfrau fündig geworden. Liebe Sandra, es war schön dich kennen gelernt zu haben. Wer gut sitzende Jagdsachen für Damen sucht, wird bei Sandra fündig. Schaut doch mal bei Waidfrau vorbei!

Weiter ging es zu Andre Westerkamp von Heintges. Ein kurzes Pläuschchen und ein wenig Ausrüstung für den Vortrag später, ging es dann weiter über die Messe. Der Herr suchte ja auch noch nach Sachen, jedoch wurde er nicht so recht fündig.

Kurzfristig haben wir uns dazu entschlossen, schon einen Vortrag anzuhören. Mounira Kiefer berichtete über ihre Erfahrungen in der Schweißhundeausbildung und die Relevanz der Nachsuchen. Ein sehr spannendes Thema, welches mich seit geraumer Zeit selbst sehr stark interessiert und fasziniert.

Nach dem Vortrag gingen wir noch eine Kleinigkeit Essen und trafen dann am Outfluence-Stand Mina von Mengden. Wir schnatterten eine Runde und dann bereitete ich mich auch schon auf meinen Vortrag vor. Die Aufregung war sehr schnell verflogen und schon war ich in meinem Element. Ich berichtete meinen Zuhörern von meiner Jagdscheinausbildung und meiner Prüfung. Es gab super Feedback von einzelnen Personen, über welches ich mich sehr freute.

Danach gönnten wir uns erstmal eine große Portion Pommes - die wirklich ekelig waren. Total weich und wabbelig, ganz und gar nicht mein Fall. Wir hatten noch Zeit wegen neuen Jagdschuhen zu schauen und an einem kleineren Messestand bin ich dann auch endlich fündig geworden. Meindl Island Lady - dazu wird es noch einen ausführlichen Bericht geben!
16:00 Uhr gab es dann am Stand von Outfluence & Geartester das Bloggertreffen. Viele bekannte Gesichter von namenhaften Instagramaccounts. Am meisten habe ich mich über Hans von den Waidburschen und über Fabian von FE Knives gefreut. Sehr nette Leute und tolle Gesprächspartner.

Dennoch muss ich gestehen, war ich froh als es am Abend mit einigen Leuten von Outflence und Geartester zum gemeinsamen Abendessen ging und es so langsam ruhiger wurde. Es wurden interessante Gespräche geführt und man hat sich so langsam kennen lernen können. Die Heimfahrt dauerte durch einen Schneesturm länger als gedacht und als wir Zuhause ankamen, vielen wir beide tot ins Bett.
Fazit: Es waren zwei aufregende und interessante Tage, ich habe viel gesehen und viel gelernt und mir neue Ziele gesteckt.

Vielen Dank an Outfluence für die Möglichkeit und weiterhin auf gute Zusammenarbeit!

Ich freue mich, viele bekannte Gesichter im März auf der IWA treffen zu können.

Bis dahin Waidmannsheil

Eure Josi

Der 28.01.2018, ein Sonntagmorgen der es in sich hatte.

Eingeladen waren wir zum Geburtstagsgruppenansitz bei Benjamin. Ein kühler, windiger und leicht verregneter Morgen.

Am Vorabend waren wir zum Karneval und waren daher erst um 1 Uhr im Bett. Ich muss gestehen, dass morgendliche Aufstehen verlief nicht ohne Fluchen meinerseits.

Mit dem Geschenkkorb und den Waffen beladen, sind wir pünktlich gestartet. Es war noch dunkel und so hielt sich meine Euphorie in Grenzen. Gott sei Dank musste ich nicht fahren ;-).

6:30 Uhr am Treffpunkt angekommen erwarteten uns Benjamin und zwei weitere Jäger, die uns noch unbekannt waren. Schnell den Geschenkkorb aus Wurst ins andere Auto geladen, hätte wohl mit dem Hund nicht lange gehalten :-).
Dann sind wir zu unseren Sitzen gefahren. Ein Weg aus großen Pfützen und Matsch ebnete uns den Weg.

Ich setzte Frank wie abgesprochen an seinem Sitz ab und bin weiter gelaufen. Zwischen dem dritten und vierten Drückjagdbock war eine große Pfütze und sehr viel Dickicht. Auf einmal hörte ich eine Rotte Sauen neben mir. Es war noch recht dunkel und die Rotte lief in den Wald hinein. Bis ich zum Sitz neben mir gepirscht war, ist im Wald wieder Stille eingezogen. Weg waren also die Sauen. Nun gut, vielleicht kommen sie ja wieder oder der dicke Keiler vom Vortag. Ich blieb optimistisch.

An meinem eigentlichen Sitz angekommen, wickelte ich mich in meine Decke ein und machte es mir gemütlich, soweit das bei dem Schmuddelwetter möglich war.
Der erste Schuss fiel recht früh durch Benjamin, er hatte ein Reh geschossen - Waidmannsheil!
Der zweite Schuss fiel knapp eine Stunde später durch Frank, auch er konnte ein Reh strecken - Waidmannsheil dazu!

Kurz vor neun wurde mir so kalt und ich musste mal Pippi, also spielte ich mit dem Gedanken in Ruhe abzubauen und zu Frank zu laufen. So hätten wir in Ruhe aufbrechen können und wären pünktlich am Streckenplatz gewesen.

In 100m Entfernung sah ich etwas durch den Wald springen - Rehwild! Ich nahm das Fernglas und konnte somit ein weibliches Stück ansprechen. Ich machte meine Waffe fertig und suchte die passende Position, jedoch war das Stück bereits über die Schneise drüber und hinter Dickicht verschwunden.

Aber dann trat noch ein zweites Stück aus dem Wald heraus. Ganz vorsichtig und zaghaft. Ich schaute durch mein Zielfernrohr und sah ein sehr schwaches Stück stehen. Ich überlegte nicht lange, dass Reh trat auf den Weg und schon ließ ich die Kugel fliegen. Es fiel sofort um und lag.

Kurzer Informationsaustausch mit Benjamin und Frank und so baumte ich nach einer viertel Stunde ab und lief hin. Frank machte sich auf den Weg zu mir und ich wollte schon mit dem Aufbrechen beginnen. Durch den ganzen Matsch brauchte ich etwas länger zum Stück, als gedacht. Kein perfekter Schuss, ich bin etwas zu weit vorn abgekommen - aber ich habe auch zum ersten Mal nur ein Auge beim schießen auf. Ich kann mir nicht so recht erklären woran es heute lag. Froh war ich nur, dass es sofort lag und nicht leiden musste.

Frank kam nun auch und wir brachen das Stück auf, dabei stellten wir eine Veränderung der Lunge fest. Höchstwahrscheinlich eine Lungenentzündung, die es schon ein paar Tage mit sich rum trug. Wir packten nach dem Aufbrechen unsere Sachen zusammen und liefen wieder nach vorne, zum Sitz von Frank. Wir brachen auch sein Reh in der Schnelle auf. Benjamin kam zu uns und half uns beim bergen und ins Auto verladen.

Glücklich und zufrieden sind wir in Richtung Streckenplatz gefahren. Die anderen Jäger standen bereits alle um das kleine Feuer herum und ließen sich den köstlichen Gulasch schmecken.
Nach kleineren Vorbereitungen konnten wir dem Geburtstagskind seinen Wurstkorb übergeben. Benjamin hat die Strecke verblasen und zum Geburtstag ein kleines Ständchen gespielt.
Die restliche Zeit standen wir alle zusammen, erzählten uns Geschichten von der Jagd und ließen den Tag dann einfach so ausklingen.

Es war wieder einmal ein ganz besonderer Jagdtag. Zum einen ist eine Jagd mit Freunden immer schön, zum anderen ist das Beisammensein und den Geschichten lauschen zu können eine tolle Abwechslung.

Mein großer Dank gilt Benjamin für die Einladung

Waidmannsheil

Josi

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