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Sommer, Sonne, Sonnenschein und was darf natürlich nicht fehlen?

Ganz klar, ein Grillabend mit Familie und Freunden im Garten.

Mein ganz klarer Favorit dieses Jahr sind selbst gemachte Wildpatties.
Ich habe mich in diesem Jahr das erste Mal selbst daran versucht und nutzte hier das Wildbret von Reh- und Schwarzwild. Meistens verarbeite ich Fleischabschnitte z.B. löse ich die Rippen einzeln aus.

Ich durfte den Fleischwolf Landig Pro Star testen und bin seit der ersten Minute sehr überzeugt.

Technische Angaben:

Schlagfestes, verchromtes Kunststoffgehäuse
Starker Direktantrieb mit 600 W Leistung, 230 V Spannung
Große, ovale Edelstahl- Einfüllschale
Schnecke sowie Fleischwolfvorsatz aus poliertem Aluminium
Inkl. Wurstfülltrichter, Ersatzschnecke,und 3 rostfreien Edelstahl-Lochscheiben (3,0, 4,5 und 8 mm)
Abmessungen: 270 x 200 x 400 mm
Gewicht 3,7 kg

Er kam bei mir in mehrere Kartons verpackt an. Recht schnell war er ausgepackt und sofort habe ich den Stecker in die Steckdose gesteckt. Das blaue Licht zeigte mir das er in Betrieb war, also testete ich nun die Knöpfe!

Uffff, also um sich nebenbei mit jemanden zu unterhalten ist das Gerät auf jeden Fall nicht geeignet. Da ich keinen Vergleich habe, weiß ich nun nicht, ob nur dieses so laut ist oder ob alle so einen "Krach" machen ;-).

Er war super schnell in der Verarbeitung mit dem Fleisch. Zack - oben rein gesteckt, kommt es unten sofort zerkleinert wieder heraus. Es besteht die Möglichkeit zwischen drei verschiedenen Größen zu wählen, also je nachdem wie fein oder grob ihr euer Hackfleisch haben wollt. Ich wollte es schon grob, aber nicht zu grob, deswegen entschied ich mich für den Aufsatz mit den mittlersten Löchern.

Ich bin auf jeden Fall sehr begeistert und versorge damit meine Familie und Freunde. Hackfleisch aus Wildbret ist gesünder und intensiver im Geschmack - und überhaupt nicht trocken, wie böse Zungen behaupten. Meine Wildpatties waren sehr saftig.

 

Zubereitung Wildpatties:

Nachdem ich nun die Fleischabschnitte zu Hackfleisch verarbeitet hatte, fügte ich Zwiebeln und frischen Knoblauch hinzu, sowie ein Ei und Semmelbrösel. Das habe ich nach Gefühl gemacht, daher kann ich keine Menge angeben.
Hinzu habe ich noch Pfeffer, Salz und Kräuter gegeben.

Das habe ich gut vermengt und zu Kugeln geformt. Schaut wie groß eure Brötchen sind, so groß sollten logischerweise auch die Patties sein.

Diese habe ich scharf von jeder Seite angebraten.

In der Zeit des Bratens habe ich Salat, Tomaten, Gewürzgurken und Röstzwiebeln angefangen auf die Brötchen zu schichten, dann folgte das Pattie. Zum Schluss gab es noch Käse und Sauce drüber und dann habe ich alles zusammen geklappt.

Es war unglaublich lecker und hat keine 20 Minuten gedauert.

Ich freue mich nun auf den Herbst und selbstgemachte Wildkrautrouladen und Schichtkraut....

Also wegen mir kann der Herbst nun kommen!!!!

Habt ihr noch leckere Hackfleisch-Ideen??

 

*Falls ihr auf der Suche nach einem guten Fleischwolf seid, schaut doch mal bei Grube vorbei. Dort findet ihr den Landig Pro Star für 159,99€ *

 

Vielen Dank an das Grube-Team

Am Mittwochabend zog es uns nach längerer Jagdpause hinaus ins Revier.

Wir beide setzten uns an eine frisch gemähte Wiese, ich hoffte auf einen Bock, der in den anderen Bestand wechseln wollte.
So saßen wir da nun und warteten und warteten.

Kurz vor 21 Uhr trat ein Fuchs auf die Wiese. Mir fiel sofort das merkwürdige  Verhalten auf.
Immer wieder setzte er sich hin und versuchte an sein Hinterteil zu kommen. Er saß anteilnahmelos auf der Wiese und blickte ins Leere, zumindestens sah es so aus.

Aus den Augen lief schon Eiter heraus und an der Schwanzwurzel konnte man das fehlende Fell erkennen. Wir beobachteten das Tier gute 10 Minuten und dann entschloss ich mich, es zu erlösen. Diesen Anblick wollte ich nicht länger ertragen.

Ich legte die Waffe an, entsicherte und zog mit bis er stehen blieb. Sofort lies ich die Kugel fliegen und der Fuchs ging auf der Wiese nieder. Ich schaute noch einen kurzen Moment durch mein Zielfernrohr nur um ganz sicher zu gehen.
Nach 10 Minuten baumten wir ab und liefen zu ihm hin.

Eine große Ansammlung von Fliegen machte sich auf der kahlen Stelle an der Schwanzwurzel breit. Ich ging zum Waldrand und pflückte ein wenig Schafgarbe und bedeckte den Körper des Tieres damit. Einen Moment saß ich noch dort und hoffte er litt noch nicht allzu lange.
Meiner Meinung nach hat Raubwild genauso die Ehre verdient, wie Rehwild oder Schwarzwild usw. Es darf jeder für sich handhaben wie er möchte, ich mache es genau so!

Ich war froh, dieses arme Geschöpf von seinem Leid erlöst zu haben.
Trotz alledem habe ich mir meinen ersten Fuchs insgeheim anders gewünscht. Sehr gerne wollte ich die Haken und den Balg verwerten - aber mit dem Gedanken dieses Tier von Schmerz befreit zu haben, geht es mir auch gut.

Ich sage Waidmannsheil und Waidmannsdank

Eure Josi

Clip75

(Einfach auf den Clip75 drücken und ihr gelangt zum Video)

Gleich zu Beginn kann ich sagen, dass jede einzelne Kamera von mir selbst gekauft ist! Kein Sponsoring oder sonst irgendwas, alles selbst erspart!

Meine Spiegelreflexkamera:

Meine Pentax habe ich nun seit 2015. Hier seht ihr das Modell K-S2 mit zwei Objektiven. Ich hatte bereits das Vorgängermodell 2 oder 3 Jahre und habe mich damals schockverliebt. Das coole bei Pentax ist, ihr könnt euch die Gehäusefarben komplett selbst zusammenstellen. Ich habe mich damals für schwarz, grau und orange entschieden. Fand ich irgendwie passend. Auch wenn es nur eine Spielerei ist, die keinen Aufpreis kostet, finde ich das an Pentax besonders toll. Zum einen habe ich das Objektiv 18-50mm und zum anderen das 55-300mm. Ich persönlich fotografiere lieber mit dem großen Objektiv - keine Ahnung warum, ist wahrscheinlich eine Macke von mir! Sie bringt natürlich das "typische Gewicht" einer Spiegelreflex mit. Zum Ansitz nehme ich sie oft mit, ich muss aber sagen, so schöne scharfe Bilder sie macht - so laut ist der Sucher. Es gibt Wild das juckt es nicht die Bohne und dann gibt es auch die Sorte, die wegrennt, als würde man es umbringen wollen ;-). Zu Familienfeiern nehme ich sie unglaublich gerne mit. Mit ihr gelingen mir meist die besten Fotos. (Das ist ganz alleine meine persönliche Meinung dazu)

Das schwenkbare Display ist eine recht angenehme Erfindung in der Kameraherstellung, aber ich muss sagen, ich nutze es meist gar nicht. Irgendwie verbiege ich mich doch lieber für das "perfekte" Foto ;-).

Ich lege euch hier mal den Link zur Pentaxseite rein, falls jemand neugierig geworden sein sollte. Ich würde sie mir immer wieder kaufen und ich denke, sie kann auch mit großen, namenhaften Herstellern mithalten.

 

Anbei ein paar Bilder von der Kamera und drei Beispielfotos. Ich hoffe sie gefallen euch so gut wie mir!

 

Morgen kommt Teil 2, die Systemkamera Sony Alpha 6000.

 

Waidmannsheil

Eure Josi

 

WOW..... was für ein Erlebnis.

Es hat gedauert alle Eindrücke zu verarbeiten. Ich glaube, so richtig fertig bin ich damit noch nicht.

Zu allererst ein großes Dankeschön an Outfluence, die mir diese kleine Reise ermöglicht haben. Es war toll euch alle endlich einmal persönlich kennengelernt zu haben.

Aber zurück zum Reisetagebuch: Freitagmorgen sind Frank und ich in Richtung Dortmund gestartet. Nach einer vierstündigen Autofahrt sind wir beide etwas erschöpft im Parkhaus gelandet. Ohne große Verschnaufpause ging es sofort mit schnellem Schritt zur Messehalle und direkt zum Stand von Outfluence.

Es gab eine herzliche Begrüßung von Lars und Lisa, wir haben uns sofort Willkommen gefühlt. Nachdem wir kurz erzählten, stürzten wir uns ins Messegetümmel. Für mich war es das erste Mal auf der Messe in Dortmund. Ich war überwältigt von den ganzen Messestände und der Lautstärke und am Abend wirklich froh über mein wohlverdientes Bett. Am Freitag wollten wir uns erstmal alles ansehen und die Möglichkeit nutzen, neue Kontakte schließen zu können. Besonders lustig und interessant war es Stand der RUAG.

Nachdem wir beim Luftgewehrschießen unser Können unter Beweis gestellt haben, gab es im Anschluss durch Herrn Waltermann eine kleine geschichtliche Zeitreise der Firma RUAG und Rößler. Vielen Dank für ihre Zeit und ihre Geduld.

Wäre ich nicht so aufgeregt und gespannt gewesen, hätte man mich bei dem ganzen leckeren Essen wohl von der Messe rollen können. Die Wildburger waren echt super lecker. Nach dem super interessanten Nachmittag auf der Messe ging es ins nahegelegene Hotel. Dort machten wir uns frisch und gingen ins Steakrestaurant "Rodizio". Leute, eine absolute Empfehlung meinerseits. Das Fleisch war auf den Punkt gebraten, die Portionen absolut ausreichend und die Bedienung super nett. Aber: es ist schon alles wochenlang reserviert. Deshalb gab es für uns "nur" den Platz an der Bar. Das tat der Stimmung und dem Ambiente jedoch keinen Abbruch.

Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen haben, sind wir ins Hotel gerollt und ins Bett gegangen. Endlich schlafen oder doch nicht! Ich habe meinen Vortrag noch einmal überarbeitet und dann fand auch ich endlich meinen wohlverdienten Schlaf.

Samstag:

Wir starteten mit einer heißen Dusche und einem ausgiebigen Frühstück in den nächsten Tag. Dann ging es auch schon zur Messe. Gleich zu Beginn besuchten wir wieder Lisa und Lars am Outfluence-Stand und dann gönnten wir uns ein paar Stunden Shopping auf der Messe. Ich selbst suchte ein paar neue Klamotten für die Jagd und bin dann nach einer ausgiebigen Beratung bei Waidfrau fündig geworden. Liebe Sandra, es war schön dich kennen gelernt zu haben. Wer gut sitzende Jagdsachen für Damen sucht, wird bei Sandra fündig. Schaut doch mal bei Waidfrau vorbei!

Weiter ging es zu Andre Westerkamp von Heintges. Ein kurzes Pläuschchen und ein wenig Ausrüstung für den Vortrag später, ging es dann weiter über die Messe. Der Herr suchte ja auch noch nach Sachen, jedoch wurde er nicht so recht fündig.

Kurzfristig haben wir uns dazu entschlossen, schon einen Vortrag anzuhören. Mounira Kiefer berichtete über ihre Erfahrungen in der Schweißhundeausbildung und die Relevanz der Nachsuchen. Ein sehr spannendes Thema, welches mich seit geraumer Zeit selbst sehr stark interessiert und fasziniert.

Nach dem Vortrag gingen wir noch eine Kleinigkeit Essen und trafen dann am Outfluence-Stand Mina von Mengden. Wir schnatterten eine Runde und dann bereitete ich mich auch schon auf meinen Vortrag vor. Die Aufregung war sehr schnell verflogen und schon war ich in meinem Element. Ich berichtete meinen Zuhörern von meiner Jagdscheinausbildung und meiner Prüfung. Es gab super Feedback von einzelnen Personen, über welches ich mich sehr freute.

Danach gönnten wir uns erstmal eine große Portion Pommes - die wirklich ekelig waren. Total weich und wabbelig, ganz und gar nicht mein Fall. Wir hatten noch Zeit wegen neuen Jagdschuhen zu schauen und an einem kleineren Messestand bin ich dann auch endlich fündig geworden. Meindl Island Lady - dazu wird es noch einen ausführlichen Bericht geben!
16:00 Uhr gab es dann am Stand von Outfluence & Geartester das Bloggertreffen. Viele bekannte Gesichter von namenhaften Instagramaccounts. Am meisten habe ich mich über Hans von den Waidburschen und über Fabian von FE Knives gefreut. Sehr nette Leute und tolle Gesprächspartner.

Dennoch muss ich gestehen, war ich froh als es am Abend mit einigen Leuten von Outflence und Geartester zum gemeinsamen Abendessen ging und es so langsam ruhiger wurde. Es wurden interessante Gespräche geführt und man hat sich so langsam kennen lernen können. Die Heimfahrt dauerte durch einen Schneesturm länger als gedacht und als wir Zuhause ankamen, vielen wir beide tot ins Bett.
Fazit: Es waren zwei aufregende und interessante Tage, ich habe viel gesehen und viel gelernt und mir neue Ziele gesteckt.

Vielen Dank an Outfluence für die Möglichkeit und weiterhin auf gute Zusammenarbeit!

Ich freue mich, viele bekannte Gesichter im März auf der IWA treffen zu können.

Bis dahin Waidmannsheil

Eure Josi

Der 28.01.2018, ein Sonntagmorgen der es in sich hatte.

Eingeladen waren wir zum Geburtstagsgruppenansitz bei Benjamin. Ein kühler, windiger und leicht verregneter Morgen.

Am Vorabend waren wir zum Karneval und waren daher erst um 1 Uhr im Bett. Ich muss gestehen, dass morgendliche Aufstehen verlief nicht ohne Fluchen meinerseits.

Mit dem Geschenkkorb und den Waffen beladen, sind wir pünktlich gestartet. Es war noch dunkel und so hielt sich meine Euphorie in Grenzen. Gott sei Dank musste ich nicht fahren ;-).

6:30 Uhr am Treffpunkt angekommen erwarteten uns Benjamin und zwei weitere Jäger, die uns noch unbekannt waren. Schnell den Geschenkkorb aus Wurst ins andere Auto geladen, hätte wohl mit dem Hund nicht lange gehalten :-).
Dann sind wir zu unseren Sitzen gefahren. Ein Weg aus großen Pfützen und Matsch ebnete uns den Weg.

Ich setzte Frank wie abgesprochen an seinem Sitz ab und bin weiter gelaufen. Zwischen dem dritten und vierten Drückjagdbock war eine große Pfütze und sehr viel Dickicht. Auf einmal hörte ich eine Rotte Sauen neben mir. Es war noch recht dunkel und die Rotte lief in den Wald hinein. Bis ich zum Sitz neben mir gepirscht war, ist im Wald wieder Stille eingezogen. Weg waren also die Sauen. Nun gut, vielleicht kommen sie ja wieder oder der dicke Keiler vom Vortag. Ich blieb optimistisch.

An meinem eigentlichen Sitz angekommen, wickelte ich mich in meine Decke ein und machte es mir gemütlich, soweit das bei dem Schmuddelwetter möglich war.
Der erste Schuss fiel recht früh durch Benjamin, er hatte ein Reh geschossen - Waidmannsheil!
Der zweite Schuss fiel knapp eine Stunde später durch Frank, auch er konnte ein Reh strecken - Waidmannsheil dazu!

Kurz vor neun wurde mir so kalt und ich musste mal Pippi, also spielte ich mit dem Gedanken in Ruhe abzubauen und zu Frank zu laufen. So hätten wir in Ruhe aufbrechen können und wären pünktlich am Streckenplatz gewesen.

In 100m Entfernung sah ich etwas durch den Wald springen - Rehwild! Ich nahm das Fernglas und konnte somit ein weibliches Stück ansprechen. Ich machte meine Waffe fertig und suchte die passende Position, jedoch war das Stück bereits über die Schneise drüber und hinter Dickicht verschwunden.

Aber dann trat noch ein zweites Stück aus dem Wald heraus. Ganz vorsichtig und zaghaft. Ich schaute durch mein Zielfernrohr und sah ein sehr schwaches Stück stehen. Ich überlegte nicht lange, dass Reh trat auf den Weg und schon ließ ich die Kugel fliegen. Es fiel sofort um und lag.

Kurzer Informationsaustausch mit Benjamin und Frank und so baumte ich nach einer viertel Stunde ab und lief hin. Frank machte sich auf den Weg zu mir und ich wollte schon mit dem Aufbrechen beginnen. Durch den ganzen Matsch brauchte ich etwas länger zum Stück, als gedacht. Kein perfekter Schuss, ich bin etwas zu weit vorn abgekommen - aber ich habe auch zum ersten Mal nur ein Auge beim schießen auf. Ich kann mir nicht so recht erklären woran es heute lag. Froh war ich nur, dass es sofort lag und nicht leiden musste.

Frank kam nun auch und wir brachen das Stück auf, dabei stellten wir eine Veränderung der Lunge fest. Höchstwahrscheinlich eine Lungenentzündung, die es schon ein paar Tage mit sich rum trug. Wir packten nach dem Aufbrechen unsere Sachen zusammen und liefen wieder nach vorne, zum Sitz von Frank. Wir brachen auch sein Reh in der Schnelle auf. Benjamin kam zu uns und half uns beim bergen und ins Auto verladen.

Glücklich und zufrieden sind wir in Richtung Streckenplatz gefahren. Die anderen Jäger standen bereits alle um das kleine Feuer herum und ließen sich den köstlichen Gulasch schmecken.
Nach kleineren Vorbereitungen konnten wir dem Geburtstagskind seinen Wurstkorb übergeben. Benjamin hat die Strecke verblasen und zum Geburtstag ein kleines Ständchen gespielt.
Die restliche Zeit standen wir alle zusammen, erzählten uns Geschichten von der Jagd und ließen den Tag dann einfach so ausklingen.

Es war wieder einmal ein ganz besonderer Jagdtag. Zum einen ist eine Jagd mit Freunden immer schön, zum anderen ist das Beisammensein und den Geschichten lauschen zu können eine tolle Abwechslung.

Mein großer Dank gilt Benjamin für die Einladung

Waidmannsheil

Josi

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Das letzte Mal in diesem Jagdjahr ging es zur Drückjagd.

Lange freute ich mich schon darauf, aber ich konnte mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen, dass ich sowas erleben werde.

Donnerstag wütete auch hier in Thüringen das Unwetter, deshalb mussten wir den Freitag abwarten, ob die Jagd überhaupt stattfinden kann. Am späten Vormittag dann das GO von Benjamin - die Jagd wird stattfinden. Freude und Erleichterung machte sich bei mir breit und so packte ich am frühen Abend meinen kleinen Beutel mit der Kamera, Taschentüchern, Handschuhen, Jagdschein.
Am Morgen legte ich nur noch die angefangene Packung Munition hinein und fertig! Waffe im Futteral über die Schulter geworfen und schon stapften wir zum Auto.

Pünktlich am Treffpunkt angekommen, meldeten wir uns erstmal an, ich nahm mein Anstellerpäckchen entgegen und dann unterhielten wir uns im Anschluss noch mit den anderen Jägern. Alle erhofften sich viel von der heutigen Jagd.

Benjamin startete mit der Begrüßung und der Sicherheitsbelehrung, bevor es dann an die Aufteilung ging. Da ich mit drei weiteren Jägern den äußeren Ring absetzte, fuhren wir recht zeitig los.

Kurze Zeit später saß ich an am alten "Russenhügel". Heutzutage wird er wohl noch von der Bundeswehr für ihr Fahrtraining benutzt. Ich konnte weit über eine grasbedeckte Fläche sehen, aber ich sollte mich wundern, dass Gras war unglaublich hoch, sodass beim Rehwild gerade so das Haupt zu sehen war.

In den ersten 15 Minuten nachdem ich saß, wechselte über die Fläche eine Rotte Sauen. Mist, zu weit und auch schon in die Pferdekoppel gewechselt. Kurze Info an Benjamin, wohin die Sauen sind! Kurz darauf sind die ersten Schüsse gefallen.

Bei mir kam ein Fuchs, jedoch legte er einen Sprint ins hohe Gras ein - keine Chance für mich! Nun gut, nicht verzagen, die Jagd hat gerade erst begonnen. Frank vermeldete bei sich einen Frischling gestreckt zu haben. Nun gut, Augen auf und weiter konzentrieren!

Rehwild im Anblick, jetzt vielleicht meine Chance. Es verhoffte einen Moment und legte dann einen Sprint über die freie Fläche ein. Mist, wieder kein Glück. Okay, so langsam wurde ich etwas nervös, aber die Jagd ging ja noch zwei Stunden.

Wieder ein Fuchs und diesmal ein prächtiger noch gleich dazu. Er lief direkt auf mich zu, ich nahm die Waffe wieder hoch und hatte ihn die ganze Zeit im Glas. Er drehte ab in einen Busch hinein. Toll!!! Mein Inneres ICH fasste sich an den Kopf, dass konnte doch alles nicht wahr sein. Dann plötzlich rannte der Fuchs in einem Affenzahn in das hohe Gras, ein Hund folgte. Ich dachte gar nicht mehr an einen Schuss und legte das Gewehr beiseite.

Nachdem ich eine längere Zeit keinen Anblick mehr hatte, sollte mein Moment kommen. Hinter dem Hügel saß einer meiner angestellten Schützen - es knallte zwei Mal. Wie aus einem Reflex heraus nahm ich die Waffe hoch und drehte mich Richtung Hügel. Da kam doch tatsächlich eine Rotte Sauen gewechselt. Wie im Lehrbuch liefen sie. Ich wählte mir eine Sau aus und schoss. Sie lag! Ich wollte durchrepetieren, doch meine Waffe repetierte beide Patronen heraus. Das darf doch alles nicht wahr sein. Bis ich eine Kugel wieder im Lauf hatte, waren die Sauen im hohen Gras verschwunden. Kurz vor einem Heulkrampf, tobte ich ein paar Minuten wie Rumpelstilzchen auf meinem Stand. Das ist noch nie passiert. ich versuchte zu verstehen was da gerade passiert ist, aber es ging einfach nicht. Es wurde unglaublich kalt und der Wind blies kalte Luft zu meinem Sitz. Ich bibberte zum Schluss nur noch und war unglaublich froh, als es vorbei war.

Ich freute mich über meinen Frischling. Mein drittes Schwein - ich war wirklich happy!

Bis zum Ende der Jagd hatte ich nur noch in weiter Ferne drei Rehe im Anblick.

Hahn in Ruh - ich baumte ab und lief freudig zu meinem Schwein. Sauberer Lungenschuss, darüber war ich sehr froh. Ich lief schnell zu meinem Nachbarn und besprach mich mit ihm. Ich erzählte ihm was passiert sei, da er sich wunderte, warum ich nicht mehrmals geschossen hatte. Nachdem wir uns kurz einen Überblick über die gesamte Situation verschafften, liefen wir der Bracke Frieda hinterher. Er hatte ein Schwein beschossen - Nachsuche also. Wir liefen gemeinsam der Schweißspur nach, auf einmal war Frieda weg. Er gab mir seinen Autoschlüssel - ich holte das Auto, er lief noch ein Stück.
Ich rannte über Stock und Stein, schön in eine tiefe Pfütze - egal, weiter geht's! Am Amarok angekommen musste ich mir erstmal den Sitz verstellen - so viel Zeit muss sein. Das ist der Nachteil wenn man nur 1,67 groß ist ;-). Die größte Angst war es, dass Auto in diesem ganzen Matsch zu versenken, aber zum Glück ist alles gut gegangen. Ich war heilfroh angekommen zu sein, da brüllte er mir schon entgegen das Frieda Standlaut gibt und wir da hin müssen. Seiten getauscht und dann sind wir auch schon losgedüst. Mit dem Handgerät vom Garmin haben wir Frieda gefunden. Raus aus dem Auto und dann ging alles nur noch super schnell. Wir rannten in die Koppel hinein, Graben rauf, Graben runter. Wir sprangen über einen großen Baum, er stürzte - auch das noch. Nichts passiert, dann weiter. Ich habe noch schnell sein Abfangmesser aufheben können, da brüllte er schon "Los, schneller"! Wir kamen zu einem dichten Busch, Frieda stellte das Schwein, er gab der Sau den Fangschuss.

Überglücklich lies ich mich auf den Boden sinken, so viele Eindrücke - es ging alles so schnell. Das war meine erste richtige Nachsuche und ich bin überwältigt. Nach dem kurzen Moment der Erholung brachen wir gemeinsam das Schwein auf und zogen es gemeinsam zum Auto. Wieder ging es über Stock und Stein, über Gräben und unter Zäunen hindurch.

Wir fuhren zurück zu unseren Drückjagdständen, brachen auch noch fix mein Schwein auf und luden die Sachen und das restliche Wild ins Auto. Insgesamt hatten wir drei Schweine und ein Reh.
Völlig geschafft fuhren wir dann zum Streckenplatz. Dort wurden wir herzlichst begrüßt und in Empfang genommen. Dann wurde das Wild gewogen, ich kümmerte mich um den restlichen Papierkram. Dann wartete ich noch auf Frank, der noch auf einer Kontrollsuche war. In der Zeit unterhielt ich mich mit den anderen Jägern und lauschte ihren Geschichten vom Tag. Dann endlich gab es leckeres Chili con Carne von der Bundeswehr gekocht - es war richtig lecker. Darauf habe ich mich den ganzen Tag gefreut, da ich beim letzten Mal nichts essen konnte :-(. Wer gerne isst, wird mich verstehen. Ich habe extra den ganzen Tag nichts gegessen, weil ich mich so gefreut habe ;-).

Dann wurde die Strecke verblasen und die Erlegerbrüche überreicht. Voller Freude nahm ich meinen Bruch entgegen. Dann haben wir meinen Frischling ins Auto geladen, den Papierkram erledigt und sind voller Zufriedenheit die Heimreise angetreten.

Vielen Dank an Benjamin, für diese tolle Einladung und schöne Jagd!

Waidmannsheil und Waidmannsdank

Josi

Seit Montag jagen wir im neuen Revier beim Thüringer Forst.
Eine schöne Ecke in der wir 10 Sitze für uns haben. Hier sind wir ungestört und können so viel jagen wie wir wollen.

Nun zog es uns jeden Tag und jeden Abend raus ins Revier. Am Montag hatte ich so viel Anblick, bin aber nicht zum Schuss gekommen. Zwischen den Bäumen konnte ich ein Schmalreh entdecken, dann zog über die Wiese ein Jungfuchs und später dann, hörte ich in der Dickung neben mir die Sauen rennen, quieken und schnauben. Leider aber zeigte sich keine von ihnen.

So ging es täglich weiter und am Donnerstag ärgerte ich mich einmal mehr über mich. Dort wo ich sitze ist ein wortwörtlich Nest an Bremsen. Das ist unglaublich. Jedenfalls lief ich meinen Sitz an und musste dann nach links in einen Weg einbiegen. Da wir 5 Minuten vorher mit dem Auto dort vorbei gefahren sind und ich kein Wild sah dachte ich mir nichts bei und hatte damit zutun, mir diese elenden Bremsen vom Leib zu halten. Gefährlich wurde es nur, als sie mir direkt ins Auge flog, naja und unter meiner Cappi gefangen wedelte, ich wie verrückt, um dieses Tier loszuwerden. Ich lief nebenbei weiter und wollte gerade in den Weg einbiegen, da machte ich einen Bock hoch. Ich hatte den mit meinem Gewedel nun also vergrämt.

Mist dachte ich mir, dass fängt ja schonmal gut an. Ich baumte dann leise auf und hörte ihn in dem Dickicht nebenan laufen. Meine Hoffnung war noch nicht verflogen, vielleicht kommt er ja noch einmal wieder. Ich ließ mir etwas länger Zeit als sonst und fing dann nach ca. 40 Minuten die erste Serie an zu blatten. Hm, nichts reagierte. Ich wartete 5 Minuten und versuchte mein Glück noch einmal, aber auch hier blieb es ruhig. Ich beließ es dabei und lehnte mich zurück. Ich machte die Augen zu und genoss die Ruhe und das zwitschern der Vögel.

Später am Abend erfreute mich dafür der Anblick einer Ricke mit ihren beiden Kitzen. Es war so schön den beiden beim erkunden zusehen zu können. Das Video davon werde ich euch mit hochladen. Nicht die beste Qualität, aber man kann alles erkennen. Muss wohl doch mal eine neue Kamera her ;-)!

Als es dann dunkel wurde und wir nichts mehr sehen konnten, baumten wir ab und erzählten uns auf der Heimfahrt unsere Anblicke. Wie immer haben wir viel gesehen, aber keiner von uns beiden hat Beute gemacht. Aber gar nicht schlimm, manchmal reichen solche Anblicke aus.

Am Freitagmorgen um 4 Uhr klingelte der Wecker. Naja unbeeindruckt davon drehten wir beide uns wieder um und schliefen dann doch wieder ein. Die innere Uhr weckte mich dann doch halb 7 und ich ärgerte mich, dass wir nicht aufgestanden sind. Naja gehen wir halt am Abend raus und so taten wir es auch.

Frank holte mich 18 Uhr nach meinem Dienst ab und dann fuhren wir auch schon ins Revier. Im Auto noch fix die Schuhe gewechselt und die Hose und Jackentaschen mit allem ausgerüstet.
Wieder baumte ich an meiner Lieblingsecke auf, an der ich nun jeden Tag Anblick hatte.

Ohne Stress ließ ich mich auf meinem Sitz nieder, stellte und legte alles zurecht und wartete. Diesmal habe ich mich entschieden erst später zu blatten. Es muss so gegen 19.00 gewesen sein und ich versuchte eine Serie mit dem Blatter. Erst ganz zaghaft, dann wieder eine Pause und dann nochmals eine Serie mit dem Fiep. 10 Minuten später versuchte ich mich mal am Sprengruf, mehr als nichts kommen kann ja nicht! Siehe da, der Bock kam. Er zog an der rechten Seite aus dem Dickicht heraus, in meine Richtung. Nie stand er breit und er zog immer weiter hinter den Sitz. Ich überlegte im Kopf schon wie und wo ich auflegen sollte.

Er wollte auf der anderen Seite in den Wald hinein ziehen, ich ging mit der Waffe mit, er verhoffte auf meinen Pfiff nur einen Moment und ich ließ die Kugel fliegen. Aber was war das?? Ich repetierte unbewusst durch und schaute weiter durch mein Zielfernrohr.
Die Reaktion des Bockes war ein weglaufen. Ich sah den Bock nur durch das Dickicht rennen und dann war er aus meinem Blickfeld auch schon verschwunden. Shit!!!!

Nicht getroffen? Schlecht getroffen? Was hast du gemacht? Was ist denn nun passiert?

Mein Puls raste und ich konnte in dem Moment keinen klaren Gedanken fassen. Ich nahm mein Handy und wollte Frank schreiben. Meine Hände und Beine zitterten so doll. Es waren gerade 5 Minuten rum, aber es hielt mich nicht mehr oben. Dieser Gedanke nicht zu wissen was los ist, machte mich wahnsinnig. Ich ging also zum Anschuss. Schweiß!!! Ok, du hast getroffen. Ich verfolgte die Spur ein Stück ins Unterholz und sah das ich da nicht so einfach durchkomme. Ich überlegte mir, auf dem Weg zu schauen. Vielleicht ist er ja auf die andere Seite gewechselt. Ich lief langsam um die Ecke herum und trat auf den Weg. Am Weg entlang führt ein kleiner, bewachsener Graben. Ich blieb stehen, denn ich sah ihn liegen. Ich nahm meine Waffe hoch und schaute durch mein Zielfernrohr nach der Atmung und Bewegung des Tieres. Nichts!!!!

Langsam und mit zittrigen Beinen trat ich an ihn heran und sackte neben ihm zusammen. Ich konnte nichts dagegen tun, mir schossen die Tränen in die Augen und ich wusste nicht warum! Ich nahm den Bock und brachte ihn an meinen Sitz. Was war denn nur los mit mir? Die Tränen kullerten und ich konnte einfach nicht aufhören.

Das letzte Mal war die Reaktion so heftig, als ich meinen 1. Bock geschossen habe. Irgendwie fühlte es sich nach der langen Jagdpause auch wieder so an. Nur so konnte ich mir selbst diese heftigen Emotionen erklären. Ich versuchte Frank zu erreichen, kein Empfang. Mist! Wieder hoch auf den Sitz und dort gewartet. Ewig hat das Netz gesucht und dann rief er an. Er fragte was los war. Ich erklärte immer noch unter Tränen die Situation und er machte sich auf den Weg zu mir.

Ich stieg wieder vom Sitz ab und gab dem Bock den letzten Bissen. Ich setzte mich neben ihn, legte meine Hand auf seine Brust und wartete. Es wurde still um mich herum. In dem Moment hatte ich das Gefühl keinen Vogel zwitschern zu hören, keine Fliege summte, der Wind bewegte auch kein Blatt mehr. Ich schaute mir meinen Schuss nochmal genauer an und war unzufrieden mit mir selbst. Der Einschuss war auf der rechten Seite an der drittletzten Rippe reingegangen und leider auf der linken Seite am Vorderlauf raus.

Mist!!! Darüber ärgerte ich mich in dem Moment so sehr. Ich ging die Situation vor dem Schuss noch ein Mal durch. Stand er doch nicht breit genug? Eine kurze Bewegung vom Bock? Je öfter ich darüber nachdachte, umso unsicherer wurde ich mir zum Schluss.

Frank kam, wünschte mir Waidmannsheil und ich erklärte was los war. Er versuchte mich zu beruhigen, auch das der Schuss nicht schlecht war. Der Bock lag sofort, dass Herz war getroffen, also alles ok. Das ich mich ärgerte sei ok - wäre schlimm wenn es nicht so wäre. Wir brachen bei der Hitze den Bock gleich im Revier auf, nutzten dafür die Leiter des Hochsitzes. Gleich durfte ich mir mal das Ringeln aus nächster Nähe ansehen. Selbst habe ich das noch nie gemacht.

Den Bock haben wir dann ins Auto geladen und sind ins Forstamt gefahren um zu säubern und zu wiegen. Schnellstmöglich sollte er in die Kühlung kommen, denn draußen war es drückendes Wetter. Angekommen haben wir abgeschärft was nötig war, den Dreck abgespült und den Bock gewogen. Knapp 17 kg aufgebrochen hatte der Gute. Wir schätzen ihn auf 3-4 Jahre, genaueres werden wir sehen, wenn wir ihn abkochen. Alle Formalien ausgefüllt und dann den Zerwirkraum gesäubert - jetzt schnell nochmal raus und wieder hingesetzt. Wir hofften auf die Rotte Sauen, die den einen Abend ja schon vor 22 Uhr unterwegs war. Mehr als eine Ricke mit Kitzen, die Frank beobachten konnte, kam dann aber nicht mehr.

So baumte ich dann gegen 22.15 ab und lief zum Auto. Wir fuhren nach Hause und ich erzählte immer nochmal vom Bock und reflektierte nochmal meinen Schuss. Im Hinterkopf hatte ich aber, dass er nicht leiden musste und sofort verendet ist, dennoch werde ich beim nächsten Schuss nochmal genauer aufpassen.

Ein Bock der mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Waidmannsheil und Waidmannsdank

Josi

p.s. Danke Jonas für die Titelidee 😉

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Nur noch wenige Stunden im alten Jahr verbleiben und ich schaue auf ein turbulentes Jahr, mit vielen Höhen und Tiefen zurück.

Viele traurige Ereignisse haben sich Anfang des Jahres überschlagen, angefangen von meinem Bandscheibenvorfall, danach der Tod meines Vaters und dann die Trennung, verbunden mit einem unfreiwilligen Umzug. Ja wie höre ich da Mutti wieder sagen: "Das Leben schenkt dir einfach nichts, bleib einfach ganz bei dir selbst, da klappt das dann schon!"

Neben dem ganzen Schlechten, habe ich auch viel Gutes erfahren dürfen, dass musste mir meine beste Freundin aber auch erstmal vor Augen halten ;-). Danke dafür Diana!!

Neben einem sehr guten Abschluss meiner Erzieherausbildung, habe ich dort zugleich drei tolle Freundinnen gefunden, eine davon entpuppte sich als Beste Freundin. Ich habe einen hammergeilen Job gefunden, der von Zuhause nur mal 3km weg ist - perfekt also. Zudem konnte ich in mein altes Hobby der Reiterei wieder aktiv einsteigen. Alte und neue Freundschaften wurden zum Leben erweckt und vertieft. Also rundum richtig glücklich.

WOW: meinen Blog gibt es nun auch schon drei Jahre!!! Wahnsinn!!!

Bedanken möchte ich mich auf diesem Weg natürlich bei meinem Fotografen Max Bergner für die gelungenen Bilder - ich hoffe im nächsten Jahr wieder auf dich zählen zu können!

Ein Dank geht auch an: Kevin von welovewood, für die tollen Sachen und das Vertrauen, an den PIRSCHERShop für die Zusammenarbeit und Unterstützung während der Drückjagd und an werjagtwas.de für die kleine textliche Zusammenarbeit zum Jahresende.

 

Meine Vorsätze für das Jahr 2017: meine neue Waffe muss nun endlich mal einziehen - ich kann mich einfach nicht entscheiden *ahhhh*, dann will ich mich beruflich gerne noch weiterbilden - dahingehend habe ich genaue Vorstellungen. In der Reiterei möchte ich genauer und feiner mit meinen Hilfen arbeiten können und vielleicht findet sich ja dieses Jahr das eigene Pferd. Jagdlich möchte ich gerne jeden freien Tag nutzen, um ins Revier zu gehen und meine Technik bezüglich meiner Fotografie noch verbessern. Da steht wohl auch noch ein Kurs an. Ein Besuch in Dortmund auf der Messe steht bevor, Freunde möchte ich besuchen fahren und viele nette Menschen kennen lernen.

Auch im nächsten Jahr möchte ich wieder aktiv den Waldjugendtag mit dem Forst begleiten, eigene kleine Projekte auf die Beine stellen und somit einen Teil zur Öffentlichkeitsarbeit beitragen. Für das Frühjahr und den Herbst haben wir schon Ideen - ich hoffe sie werden ein voller Erfolg.

Natürlich wünsche ich mir, dass es meinen Hunden auch im nächsten Jahr gut geht. Ljubomir wird schon sechs Jahre alt und Audax schon zwei Jahre alt. Man wie die Zeit rast, unglaublich.

Also wenn ich das so sehe, habe ich nächstes Jahr einiges vor und darauf freue ich mich unheimlich doll.

Ich danke jedem Einzelnen, der für mich da war, der mich zum Lachen gebrach hat, der mit mir gestritten und sich wieder vertragen hat, der mich glücklich gemacht hat - der mich einfach so mag wie ich bin.

Für euch alle einen guten Rutsch in das neue Jahr, viel Glück und Gesundheit und dass eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen.

 

Waidmannsheil

 

 

 

 

 

Eure Josi

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Veränderungen im Revier entstehen durch bewusstes Tun des Jägers oder durch land- oder forstwirtschaftliche Arbeit, durch Straßenbau oder durch die Natur selbst. Der Wille des Jagdherrn und vor allem die Ziele die er hat, haben einen erheblichen Einfluss auf das Revier. In der Regel wird am Anfang der Jagdpachtperiode sehr viel Geld und Zeit für Revierarbeiten investiert. In Eigenjagdrevieren ist oft eine erhöhte Entwicklung zu erkennen, wenn der alte Eigentümer an den neuen Eigentümer übergibt oder deren Kinder groß genug sind und sich selber in die Jagd einbringen können, so sie es denn dürfen. In vielen Eigenjagdrevieren ist aufgrund von mangelnder Passion sehr wenig in Bezug auf die Hege passiert. 

Ein Beispiel aus einem Feldrevier in Schleswig-Holstein, in dem der Eigentümer die Jagd selber betreibt, aber im Grunde keine Zeit und auch keine zu große Lust hat, sich richtig um die Bewirtschaftung zu kümmern:

Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit 230 ha arrondierter Fläche. Etwas kopierter Landschaft, wo einzelne Feldgehölze und auch Teiche zu finden sind. Hauptsächlich Felder, die landwirtschaftlich intensiv bewirtschaftet werden. Die Hauptwildart beim Schalenwild ist Rehwild, als Wechselwild ist Schwarzwild und Damwild vorhanden. Das Niederwild wird vertreten durch das Raubwild, Hasen, Enten und zunehmend Gänse. In der Vergangenheit wurde das Revier durch den Vater des Besitzers bewirtschaftet der, ab und zu seinen Rehbock erlegte und auch für die Verwandtschaft wurde mal ein Bock freigegeben. Jagd durfte kein Geld kosten und auch keine zusätzliche Arbeit machen. Der Sohn ist im Grunde jagdlich von denselben Voraussetzungen, nur dass er es mit neuen Herausforderungen zu tun hat. Nämlich mit der Tatsache, dass er seit zwei Jahren mit Wildschäden zu kämpfen hat. Durch die steigenden Schwarzwildbestände und auch durch die Gänse ist die Jagd für ihn zu einem richtigen Thema geworden.

In dem Revier waren keine jagdlichen Einrichtungen vorhanden und es gibt auch keine Begehungsscheininhaber. Jegliche jagdliche Struktur ist nicht vorhanden. Wie kann so ein Revier sinnvoll aufgebaut werden? Als erstes war es wichtig die Ziele zu definieren. Dafür bedurfte es einen Stift und einen Zettel, um aufzuschreiben, was der Jagdherr denn überhaupt möchte.
Hier war es recht einfach, denn er wollte die Jagd nicht verpachten und sein Hauptziel war die Verringerung des Wildschadens. Also ging es um Sauen und Gänse. Anhand von Karten und einer Revierfahrt im Herbst wurde sehr schnell deutlich, das es sich um ein Dornröschenrevier handelt.
Das Schwarzwild war sicher nicht mehr als Wechselwild einzustufen. Die Feldgehölze sind voll mit Brombeeren und oben drüber steht ein Eichen-/ Buchen-Mischwald. Das gesamte Revier mit Hochsitzen zu bestücken nützt nichts, wenn hinterher kein Jäger diese Sitze besetzt. Also mussten Jäger gefunden werden, die bereit waren Abend- und Morgenansitze und auch bei den Mondphasen die Nachtansitze durchzuführen. Des Weiteren sollten die Jäger die Gänsebejagung durchführen. Zu den weiteren Aufgaben zählten die Wildbret-Vermarktung und der Abschuss vom Reh und Damwild. Für das Revier sollten zwei Jäger gefunden werden, die aus der näheren Umgebung sind.

Es wurden Hochsitze und Leitern aufgestellt, die nach Bedarf auch mit dem Frontlader umgestellt werden können. Fertigbausätze waren schnell über die Website https://www.werjagtwas.de/de/revierarbeiten im Internet bestellt und die Anlieferung per Lkw klappte einwandfrei. Weiter wurde eine Kühlung angeschafft und zwei Wildkameras. Durch diese gemeinsame Aufbauaktion lernten die neuen Jäger das Revier schnell kennen. Es wurde eine Hochsitzkarte erstellt und eine WhatsApp-Gruppe eingerichtet. Auch eine Kirrung in einem Schilfgürtel wurde eingerichtet.
Die Motivation des Landwirtes so viel Geld auszugeben, lag in der begründeten Notwendigkeit die eigenen Ziele zu erreichen. So hat es auch nicht lange gedauert, bis die ersten Stücke zur Wildkammer gefahren wurden. Der Wildschaden wurde durch die Bestellung der Jäger nicht komplett eingestellt, aber er wurde über die Jahre deutlich verringert. Auch die Jagd wurde ebenfalls weiterentwickelt. Die Enten an den Teichen wurden ab und zu bejagt und auch dem Raubwild wurde nachgestellt. Durch die Präsenz der Jäger im Revier wurde auch das Rehwild interessant, da die alten Böcke plötzlich bekannt waren. Auch eine spontane kleine Gesellschaft nach einer Neuen wurde mit Erfolg eingeladen. Die Jäger bitten den Landwirt die eine oder andere Ecke für das Wild stehen zu lassen und dort einen Wildacker anzulegen. Verlandete Teiche wurden ausgebaggert und einige Weidenstecklinge dort gesteckt.

Der Sohn des Bauern ist 9 Jahre alt und sein schönstes Erlebnis ist es mit den Jägern rauszugehen. So kommt es, dass der Vater und der Sohn schon das eine oder andere Mal alleine im eigenen Revier auf einem Hochsitz gesichtet wurden. Jagd ist nicht nur als nüchterne Arbeit zu verstehen, sondern auch als gesellschaftliches Bindeglied. Ein gemeinsames Projekt, wo jeder weiß, wie es besser geht und auch wie es noch richtiger gemacht werden kann.

 

Vielen Dank an die Autoren von WerJagtWas.de, die mir diesen tollen Artikel zur Verfügung gestellt haben. Einen besonderen Dank an Herr von Papen und Herr Schröder für die schnelle Erstellung dieses Gastbeitrages.

Mit einem Klick, geht es hier zur Seite: https://www.werjagtwas.de/de

 

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und wie immer viel Waidmannsheil

 

Eure Josi

Der Winter kommt nun mit großen Schritten, dennoch sind die Drückjagden noch im vollen Gange. Mein großes Glück war, dass ich diese Saison ein Drückjagdset von Pinewood testen konnte.

Pinewood hat im Segment Jagdbekleidung für Damen in den letzten Jahren stark aufgerüstet.

Hose sowie Jacke sind Wind-, Wasser- und Atmungsaktiv und daher für eine Herbst- oder Winterjagd super geeignet. Hier geht`s zum Bericht:

Die Pinewood Wolf Damen Jagdhose:

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Ich habe sie mir in der Größe 38 liefern lassen und muss sagen, sie passt sehr gut. Hier kann man locker die ein oder andere Thermounterhose drunter ziehen und hat immer noch genügend Bewegungsfreiheit. Mittlerweile habe ich noch einen breiten Gürtel reingezogen, fühlt sich für mich irgendwie doch angenehmer an. Am hinteren, unteren Rücken ist sie etwas höher geschnitten, perfekt um die Nieren vor Kälte zu schützen. An dieser kleinen Höhe befinden sich zwei kleine Knöpfe. Diese sind dafür gedacht, um Hose mit der Jacke zu verbinden. Der verstellbare Hosensaum ist durch einen Druckknopf und Klippverschluss schnell an die individuelle Beinbreite anpassbar. An der Hose befinden sich zwei Gesäßtaschen, zwei Beintaschen und zwei Hosentaschen. Gesäß- und Beintaschen sind durch einen Reißverschluss zu öffnen und schließen.

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Am hinteren Oberschenkel befinden sich beidseitig zwei Belüftungsschlitze, die für eine gute Atmungsaktivität sorgen. Innen ist die Hose mit Netzstoff ausgekleidet, der grüne Oberstoff ist etwas derber und bietet somit Schutz vor kleineren Dornbüschen. Das Realtree, sowie das Orange-Realtree ist in einem weicheren Stoff angefertigt und fühlt sich sehr angenehm an. Nicht nur für die Drückjagden eine tolle Hose fürs Revier, sondern wie ich finde auch für die normalen Ansitze. Ich nutze sie mittlerweile hauptsächlich noch dafür. Absolut geräuscharm und sehr bequem!

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Die Pinewood Red Deer Jacke:

dsc01651Der Oberstoff ist wie bei der Hose weich und angenehm anzufassen, innen wurde wieder Netzstoff verwendet. Die Jacke hat vorne zwei normale Jackentaschen und hinten eine große Hasentasche. Im Schulterbereich befinden sich beidseitig zwei Taschen, gut geeignet für die GPS-Handgeräte. Auf der linken Innenseite befindet sich eine Handytasche, auf der rechten Innenseite eine etwas größere Tasche. Die Jacke ist etwas länger geschnitten, somit ist auch von oben der Nierenschutz gewährleistet. Schön finde ich die Kombi aus Realtree und dem Drückjagdorange-Realtree. Die Kapuze ist durch Druckknöpfe leicht abnehmbar und genauso schnell wieder zu befestigen. Durch Klettverschluss an den Handgelenken kann die Breite ganz leicht eingestellt werden.

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An den Flanken sind beidseitig große Luftschlitze, diese garantieren eine gute Atmungsaktivität. Für den herbstlichen Übergang ist die Jacke super geeignet. Bei sehr kalten Temperaturen wär eine Fleeceunterjacke empfehlenswert und dann hält man es locker 3-4 Stunden bei ca. 3 Grad aus. Ich trage die Jacke, genauso wie die Hose super gerne auch auf Ansitzen. Noch einen dicken Schal drum und eine Mütze auf den Kopf und es ist perfekt.

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Verbesserungsvorschläge: 

Das einzige was ich an dem Modell verbessern würde, wären obere Brusttaschen um dort noch eine Möglichkeit zu haben, die Hände wärmen zu können.

 

Zu beachten:

Nach dem Waschen sollte das Set wieder imprägniert werden, um den optimalen Regenschutz zu bekommen. Also die Imprägnierung nicht vergessen!!!

 

Fazit:

Das Set von Pinewood ist, wie ich finde sehr gelungen. Die Farbkombi trifft auf alle Fälle meinen Geschmack und das Preis-Leistungsverhältnis ist einfach unschlagbar. Die Jacke habe ich im Pirschershop für 219,00€ und die Hose für 159,00€ gefunden. Also ein unschlagbares Angebot für funktionielle Jagdbekleidung!!!

 

Also schaut doch mal im www.pirschershop.de vorbei, vielleicht findet ihr ja noch ein Weihnachtsgeschenk.

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Waidmannsheil

Eure Josi

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